Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Spezialforum zum Thema phytoparasitische Kleinpilze ( Rost, Brand, Mehltaupilze etc. ) und tierische Gallen an Wild.- und Nutzpflanzen. Forumsstart - 15.07.2006
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Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Ungelesener Beitrag von dieser » Di 17. Jul 2018, 22:51

Ustilago avenae - Haferflugbrand
Wirt: Saat-Hafer - Avena sativa
Sporen: meist rund, bis 8 µm, warzig

Nach einigem hin und her bin ich nun mit Ustilago avenae schon sehr sicher. Aber so einige Strukturen in den Mikrobildern verstehe ich nicht. Vielleicht weiß ja wer Rat.
Proben von dem Pilz hab ich noch und ich schau auch gerne weiter nach.
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Antonius Dank und Gruß
Der Dieter
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Re: Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Ungelesener Beitrag von Julia » Di 17. Jul 2018, 23:27

Lieber Dieter,

wir hatten ja schon bisschen privat über den Fund gesprochen.

Also erstmal vielen Dank fürs zeigen. Ist bestimmt ein Bioacker oder? Die muss man mal alle gezielt abfahren und nach Phytos absuchen, da gibt es bestimmt einiges zu sehen.

Ustilago avenae stimmt, Ustilago hordei habe ich aber selber noch nicht gefunden. Kann hier also keine Praxierfahrung, nur "Leseerfahrung" vorbringen.

Zu deinen Mikrobildern: Also immer wenn die Sporen so zusammenclustern, dann hängen die an einem Pflanzenfaden/Zelle. Also die Einzelsporen im Präperat sammeln sich darum, bleiben daran hängen. Diese Zacken Strukturen sind die Zellen der Spelzen (also Pflanzenzellen) und diese bräunlichen grauen coolen Strukturen sind saprophyten Konidien. Die findet man sehr häufig, vor allem wenn der Brand schon "offen" ist. Es handelt sich dabei um sekundäre Pilzbefälle, die meist ubiquisten sind, also die können prinzipiell Pflanzen/Pilzmaterial generell verwerten. Ist wie wenn ein Apfel schimmelt. Das erschwert dann oft das mikroskopieren, je älter der Beleg ist, den man mikroskopiert.

Liebe Grüße,
Jule

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Re: Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Ungelesener Beitrag von Climbingfreak » Mi 18. Jul 2018, 10:13

Hi Dieter,

sehr schöner Fund. Hatte ich noch nicht; leider. Es lohnt sich btw nicht "nur" in Bio-Getreidebeständen zu schauen. Es gibt auch tolle Pilze, wie z.B. Drechslera tritici repentis, die tolle Phragmokonidien auf Weizen und Triticale bilden. Diese meist wirtsspezifischen Arten sind vollkommen unterkartiert. Wenn man richtig sucht, findet man sie fast überall.

l.g
Stefan

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Re: Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Ungelesener Beitrag von dieser » Mi 18. Jul 2018, 22:49

Climbingfreak hat geschrieben:
Mi 18. Jul 2018, 10:13
... Es lohnt sich btw nicht "nur" in Bio-Getreidebeständen zu schauen. ...

l.g
Stefan
Abend Stefan, ja, aber ich lebe auf einem Hofgut mit über 250 ha Demeter Anbau, da bietet es sich schon an erst die selteneren Sachen zu suchen. ;)
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Re: Haferflugbrand auf Saat-Hafer

Ungelesener Beitrag von dieser » Mi 18. Jul 2018, 22:58

Julia hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 23:27
Lieber Dieter,

wir hatten ja schon bisschen privat über den Fund gesprochen.
Nur deshalb konnte ich ihn letztlich ansprechen. :)
Julia hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 23:27
... Ist bestimmt ein Bioacker oder? Die muss man mal alle gezielt abfahren und nach Phytos absuchen, da gibt es bestimmt einiges zu sehen.
Ja, nach Demeter-Richtlinien betriebene Landwirtschaft und einen Leiter der auch voll dahinter steht. Nächstes Jahr werde ich schauen, dass ich ein bisschen früher dran bin und nicht wieder ein Wettrennen mit dem Mähdrescher laufe. :lol:
Julia hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 23:27
Zu deinen Mikrobildern: Also immer wenn die Sporen so zusammenclustern, dann hängen die an einem Pflanzenfaden/Zelle. Also die Einzelsporen im Präperat sammeln sich darum, bleiben daran hängen. Diese Zacken Strukturen sind die Zellen der Spelzen (also Pflanzenzellen) und diese bräunlichen grauen coolen Strukturen sind saprophyten Konidien. Die findet man sehr häufig, vor allem wenn der Brand schon "offen" ist. Es handelt sich dabei um sekundäre Pilzbefälle, die meist ubiquisten sind, also die können prinzipiell Pflanzen/Pilzmaterial generell verwerten. Ist wie wenn ein Apfel schimmelt. Das erschwert dann oft das mikroskopieren, je älter der Beleg ist, den man mikroskopiert.
Liebe Grüße,
Jule
Antonius Dank für diese ausführliche Antwort, ich will auch immer verstehen was ich sehe und nicht nur den Namen des Pilzes kennen. jetzt bin ich schon eine ganzes Stück schlauer. ;)

Eine gute Nacht wünscht
Dieter
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