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Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Mo 30. Jul 2018, 22:37
von Climbingfreak
Hallo ihr lieben,

Samstag gabs mal für mich eine Premiere; mein erster Rosenrost. :) Ohne Telien hätte ich den nicht angerührt. So aber konnte ich mich mal versuchen.
Rose.jpg
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Der Bestimmungsversuch gestaltete sich mit dem Klenke/Scholler zuerst wider Erwarten als schwierig, denn in meinem ersten Präparat hatte ich sehr viele (zu viele) achtzellige Sporen drin und das Stielende sah alles andere als "zwiebelförmig" aus.
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mucronatum2.jpg (49.67 KiB) 1161 mal betrachtet
Erst bei meinem 2. Präparat konnte ich dann finden und sehen, was ich wollte.
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mucronatum.jpg (116.06 KiB) 1161 mal betrachtet
Nur für mich noch mal zur Sicherheit. Passt die Bestimmung?

l.g.
Stefan

Re: Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Di 31. Jul 2018, 21:18
von dieser
Hallo Stefan,
Keimporen der Uredosporen hast du nicht parat?

Re: Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Di 31. Jul 2018, 21:36
von Climbingfreak
Hallo Dieter,

leider nicht; den Beleg habe ich noch und ich könnte bestimmt nächste Woche mal gezielt Uredinien mikroskopieren. Das Hauptproblem mit den Keimporen, dass ich habe, dass ich pardout nicht abschätzen kann, wieviele pro Spore da sind.

Ich sehe die auch meist sehr schlecht, und wenn ich mal eine sehe, dann nur vereinzelt. :oops:

Karl hat aber das eine Foto nochmal aufgehellt; so sind die Anzahl der Zellen besser zu sehen.
Zwischenablage01.jpg
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l.g.
Stefan

Re: Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 01:24
von Julia
Hallo in die Runde,

ich hatte ja schonmal bei facebook etwas zu den Rosenrosten geschrieben.

Die sind nicht leicht, auch nicht mit den Teliosporen. Man muss schon einige Präperate anschauen, um ein Gefühl für die Art zu bekommen, die da nun vor einem liegt. Denn die Zelligkeit, die Spitzen, die Stiele etc. sind recht was variabel. Deswegen pro Beleg immer mehrere Präperate. Am besten 50 bis 100 Sporen auszählen und die Spitze betrachten. Kann man gut ein mehr oder weniger gleichseitiges Dreieck ziehen oder ist die Spitze wirklich aufgesetzt?
Die Zelligkeit in Kombination mit der Spitze hat mir bisher immer den besten Erfolg gebracht.

Stefans Art halte ich übrigens für Phragmidium mucronatum.
Phragmidium Rosa.jpg
Phragmidium Rosa.jpg (72.28 KiB) 1136 mal betrachtet


Liebe Grüße,
Jule

Re: Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 11:59
von Climbingfreak
Hallo Julia,

herzlichen Dank für deine sehr hilfreiche Zusammenstellung und deine Meinung zum Rost. :D

Ich habe da noch mal eine Rückfrage. Die Stielenden von den Teleutos sind wohl gar nicht so bestimmungsrelevant (Für die nicht so versierten Mitleser: Laut Klenke/Scholler wären sie es; deswegen die Frage)? Die sahen ja auch sehr unterschiedlich aus in den Präparaten und so richtig auf die Beschreibung "zwiebelförmig" haben die auch nur in dem einen Präparat gepasst. Wie wichtig erachtet ihr, bzw. du Julia dieses Merkmal?

l.g.
Stefan

Re: Phragmidium mucronatum? auf Rosa?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 23:26
von Julia
Hallo Stefan,

Du hast dir die Frage nach der Wichtigkeit des Stielmerkmales doch schon selber anhand meines Postes hergeleitet. Ich habe oben lediglich meine Meinung wiedergegeben, die auf meinen Erfahrungen beruht. Klar, im Klenke & Scholler ist die Stielform EINS von vielen Merkmalen, was bei der Rosenrostbestimmung herangezogen werden kann, aber man soll sich ja eh nicht nur auf ein Merkmal verlassen sondern immer die Summe betrachten. Das ist bei Pflanzen so, bei anderen Pilzen und überhaupt das Dogma bei der Artbestimmung. Und ich persönlich halte es halt nicht für ein gutes Alleinstellungsmerkmal, weil es eben wie viele andere Merkmale auch, recht variabel ist. Andere können da anders drüber denken.

Liebe Grüße,
Jule