Steinpilz in Tarnfarbe ?

Missbildungen und Mutationen an Pilzen können hier vorgestellt werden - Forumsstart 14.03.2009
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rickenella
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Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von rickenella » Di 24. Okt 2017, 22:05

Hallo,

Fund vom 24.10.17 ; MTB - 5340,22 ; Zwickau , Ortsteil Neuplanitz , Höhe ca. 560 m ü. NN , Wohngebiet mit partiell dichtem, teils 50 – jährigem Baumbestand, Grünflächenstreifen in 40 Grad Hanglage mit Bestand an Ebereschen. Am Fuße einer Eberesche, teils von Laub bedeckt, stand dieser große Steinpilz und noch viele kleine "Geschwister". Lässt sich die Art mit Netzzeichnung am Stiel präzise bestimmen ?
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Der eigentliche "Hingucker" ist für mich aber die eigenartige Färbung des Hutes. Die würfelartig aufgerissene Huthaut ist doch meist ein Zeichen von Trockenheit (?) - kann aber eigentlich nicht sein. Auch die tiefen Rillen im Hut lassen vermuten, das auf dem Weg "nach oben" warscheinlich zahlreiche Wurzeln zerrissen werden mussten.
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Auch der lädierte Stiel lässt auf ein "leidvolles" Wachstum schließen (?). Aber madig war er nicht :freu .

Gruß
Peter
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Re: Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von Uwe » Mi 25. Okt 2017, 10:40

Hallo Peter
An Missbildungen glaube ich hier nicht unbedingt. Die wurden wahrscheinlich durch Wetterwechsel (Feuchtigkeit, Sonne, Wind) gestresst. Für mich sind das typische, gestresste Sommersteinpilze.

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Re: Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von rickenella » Mi 25. Okt 2017, 18:01

Hallo Uwe,

danke für das Feedback :tup: .

Gruß
Peter
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Re: Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von Harry » Mi 25. Okt 2017, 19:35

Hallo Peter,

das deutliche Netz, das bis zur Stielbasis reicht, deutet auch für mich auf den Sommersteinpilz hin.

Gruß
Harry
Dass man immer noch lernen kann ist herrlich, und auch dass man andere dazu braucht.

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Re: Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von Gerd » Mi 25. Okt 2017, 19:50

rickenella hat geschrieben:
Di 24. Okt 2017, 22:05
Hallo,

Am Fuße einer Eberesche, teils von Laub bedeckt, stand dieser große Steinpilz und noch viele kleine "Geschwister". Lässt sich die Art mit Netzzeichnung am Stiel präzise bestimmen ?

...

Der eigentliche "Hingucker" ist für mich aber die eigenartige Färbung des Hutes. Die würfelartig aufgerissene Huthaut ist doch meist ein Zeichen von Trockenheit (?) - kann aber eigentlich nicht sein. Auch die tiefen Rillen im Hut lassen vermuten, das auf dem Weg "nach oben" warscheinlich zahlreiche Wurzeln zerrissen werden mussten.

...

Auch der lädierte Stiel lässt auf ein "leidvolles" Wachstum schließen (?). Aber madig war er nicht :freu .
Hallo Peter,

1. das ist ( beachte die Netzung, die +- den gesamten Stiel bedeckt) ganz sicher kein "Fichten-Steinpilz" (Boletus edulis).
---> Mit "Sommer-Steinpilz" (Boletus reticulatus = B. aestivalis), wie von Uwe vorgeschlagen, kann ich mich anfreunden.

2. Ja, ich kann da, wie Uwe auch, keine mir bekannte "Missbildung" erkennen.

- Die helle Hutmitte liegt wohl daran, dass der Hut mit Laub abgedeckt war und die endgültige Hutfarbe sich erst durch Licht-/Sauerstoff-Einfluss entwickelt.
- Eine feldrig-rissige Huthaut und ein nicht glatter Hut ist m.E. bei dieser Pilzart auch nicht ungewöhnlich.
- Die sonstigen Spuren die man erkennen sind vermutlich Spuren, wie von dir vermutet, die durch Widerstände bei der Entwicklung des Fruchtkörpers entstanden sind.

Grüße Gerd
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.

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Re: Steinpilz in Tarnfarbe ?

Ungelesener Beitrag von rickenella » Mi 25. Okt 2017, 21:27

Hallo Harry, Hallo Gerd,

danke für Euer Feedback.

Gruß
Peter
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