In rauhen Mengen --> Lactarius quietus Eichen-Milchling

nicht eindeutig geklärte bzw. unbekannte Funde können hier gezeigt und besprochen werden. Forumsstart - 05.11.2007

Moderator: Harry

kurtjegle
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In rauhen Mengen --> Lactarius quietus Eichen-Milchling

Ungelesener Beitrag von kurtjegle »

Hallo zusammen
Dieser Pilz ist bei weitem der am meisten vorkommende Pilz im Stieleichenwald und an den benachbarten 3-4 mal pro Jahr gemähten Wegrändern.. Deshalb würde ich sehr gern wissen, was es ist. Mykorrhizapilz?
Durchschnittlicher Hutdurchmesser: 6 cm

Gruss
Kurt
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P1010769 BP scal 800 bearb. 1 .JPG
P1010769 BP scal 800 bearb. 1 .JPG (232.55 KiB) 4019 mal betrachtet
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2009:08:26 09:04:29
Bild aufgenommen am/um:
Mi 26. Aug 2009, 07:04
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6.4 mm
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P1010754 BP scal 800 1 .JPG (182.47 KiB) 4008 mal betrachtet
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2009:08:25 10:21:35
Bild aufgenommen am/um:
Di 25. Aug 2009, 08:21
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4.8 mm
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P1010755 BP scal 800 1 .JPG (190.61 KiB) 4007 mal betrachtet
Originalwert Bild aufgenommen am/um:
2009:08:25 10:23:01
Bild aufgenommen am/um:
Di 25. Aug 2009, 08:23
Brennweite:
4.8 mm
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Tomate
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von Tomate »

Hallo,
diesmal bin ich mir doch recht sicher, dass es sich um den Eichenmilchling handelt, Lactarius quietus, ein Mykorrhizapilz, der streng an Eichen gebunden ist. Bei dem kürzlich vorgestellen Exemplar war die Ausstrocknung schon so weit fortgeschritten, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Hier sind die Farben aber noch gut erhalten: rotbraun, diffuse Zonierung auf dem Hut. Der Pilze riecht zudem stark nach Blattwanzen und schmeckt mild, was man auch überprüfen sollte.
Grüße
Thomas
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Gerd †
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von Gerd † »

Hallo Thomas,
Tomate hat geschrieben:Hallo,
diesmal bin ich mir doch recht sicher, dass es sich um den Eichenmilchling handelt, Lactarius quietus, ein Mykorrhizapilz, der streng an Eichen gebunden ist. Bei dem kürzlich vorgestellen Exemplar war die Ausstrocknung schon so weit fortgeschritten, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Hier sind die Farben aber noch gut erhalten: rotbraun, diffuse Zonierung auf dem Hut. Der Pilze riecht zudem stark nach Blattwanzen und schmeckt mild, was man auch überprüfen sollte.
Ich bin mir da (hatte diese Art erst Gestern in größeren Mengen geshen) nicht ganz so sicher:

- Mir erscheint die Zonierung nicht ausgeprägt genug, ich vermisse die "konzentrischen dunkleren Flecken" (Grübchen) auf dem Hut, und hätte erwartet, dass die Milch rel. schnell gelblich verfärbt. Und übrigens (obwohl ich das nicht überbewerte) gefallen mir die Farben auch nicht so recht.

- OK, neben den von dir angeforderten Überprüfungen sollte m.E. unbedingt wenigstens noch überprüft werden, ob die "weiße" Milch anfangs reichlich fließt und dann rel. schnell (habe nie überprüft, ob nur in Verbindung mit dem Fleisch) deutlich gelblich verfärbt

Und nach der Beantwortung dieser Fragen können wir m.E. eine belastbarere Bestimmung
vornehmen und evtl. deine Vermutung bestätigen.

Grüße
Gerd
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.
kurtjegle
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von kurtjegle »

Hallo Thomas und Gerd

Ich habe seit heute morgen 9H15 bis jetzt (abzügl. eine 3/4 Stunde Mittagessen) an diesem Thema gearbeitet. 32 Fotos gemacht, selektiert, skaliert und das unten folgende Foto vom Hut solange farblich bearbeitet, bis es dem Original entsprach. Nun zur Beantwortung eurer Fragen.

1. Geruch nach Blattwanzen: ich weiss nicht, wie Die riechen. Ich rieche beinahe nichts.
2. Geschmack: mehlig, leicht nach Sauerteigbrot, etwas bitterer Nachgeschmack
3. Grübchen: Sind das auf dem Foto die angesprochenen Grübchen oder Schneckenfrass?
3. Weisse Milch fliesst nicht reichlich, eigentlich gar nicht, von einigen Minitröpfchen abgesehen. Bisher keine Gelbfärbung beobachtet.
4. Die Farbe der Lamellen ist ein helles gelbbraun
5. Die Lamellen sind sehr elastisch, keineswegs brüchig

Kommt ihr damit weiter?

Gruss
Kurt
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P1010801 scal 740 bearb 1 .JPG (164.81 KiB) 3970 mal betrachtet
Originalwert Bild aufgenommen am/um:
2009:08:27 10:07:55
Bild aufgenommen am/um:
Do 27. Aug 2009, 08:07
Brennweite:
4.8 mm
Belichtungszeit:
1/30 Sek
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125
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2009:08:27 11:28:48
Bild aufgenommen am/um:
Do 27. Aug 2009, 09:28
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200
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Tomate
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von Tomate »

Gib die Milch am besten auf ein weißes Blatt Papier oder ein weißes Stück Stoff. Die Menge der Milch würde ich nicht überbewerten, sie hängt stark vom Alter des Fruchkörpers ab und spielt in manchen Schlüsseln für quietus keine Rolle.
Die jetzt zu sehenden dunkleren Flecken sind die angesprochenen Grübchen. Gerüche richtig einzuordnen ist nicht einfach und braucht einige Erfahrung. Dieser Blattwanzengeruch ist sehr typisch, hat aber wohl kaum Parallelen, sodass ich jetzt nicht sagen kann, man könnte auch sagen, er riecht wie...
kurtjegle
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von kurtjegle »

Ich kann noch 2 Fotos mit Milchtröpfchen liefern. Die Mengen sind so klein, dass da nichts geht mit platzieren auf Papier oder so. Sorry!

Gruss
Kurt
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Sa 29. Aug 2009, 08:57
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250
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Sa 29. Aug 2009, 08:59
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kurtjegle
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von kurtjegle »

Das ist lustig:
Ich kann, so oft ich will, versuchen, das 2. Foto einzustellen, es kommt immer ein Bild, das ich nicht aufgenommen habe. Ich habe überhaupt kein derartiges Messer.

Gruss
Kurt

Das Problem hat sich erledigt. Mein Sohn ist Webmaildesigner und auch sonst Computerfreak. Er hat mir genau erklärt, wie das in ganz besonderen Ausnahmefällen passieren kann. Ich verstehe jetzt allerdings soviel wie zuvor. nämlich nichts.
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Tomate
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Re: In rauhen Mengen

Ungelesener Beitrag von Tomate »

Hallo,
auch wenn sich Geruch und Milchverfärbung nicht ermitteln ließen: auf den neuen Fotos kann man sehr gut L. quietus erkennen.
Grüße
hübchen
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