Wie wird ein Lachsreizker zum Steinreizker?
Verfasst: Do 11. Sep 2008, 23:05
Hallo Pilzfreunde,
als vor einigen Jahren Lactarius salmonicolor hier im Saarland auftauchte war das schon eine Riesen - Überraschung. Die Art galt hierzulande bis dahin als verschollen bzw. ausgestorben. Wenn wunderts, macht der Symbiosepartner Abies alba ( Weißtanne ) noch nicht einmal 1% des saarländischen Baumbestandes aus. Zieht man von diesem Bestand noch jene Anteile ab die nicht auf dem geeigneten Untergrund stehen, war die Chance doch recht klein diese Art im Saarland wieder nachzuweisen.
Nun, er ist zur Zeit wieder da. Und wie - ich denke der Ausdruck von der Massenfruktifikation ist schon angebracht. Aber wie wird den nun so ein Lachsreizker zum Steinreizker? Zunächst einmal 2 Bilder von ganz normal entwickelten Fruchtkörpern:
Als Steinreizer werden solche Basidiocarpien bezeichnet die von parasitären Kernpilzen der Gattung Hypomyces befallen sind. Die Lamellen werden durch diese Parasiten total zurückgebildet. Die Hutunterseite erscheint krustig grau bzw. gelblich. Oft werden auch ganze Nester des Lachsreizkers befallen, die sich dann bisweilen stark deformiert zeigen. Zwei Bilder:
Das kuriose bei der Geschichte ist, dass die Lachsreizker mit diesem Befall als besonderer Leckerbissen heiß begehrt sind. Er soll den Wohlgeschmack des Reizkers noch steigern. Diese Behauptung kann ich leider nicht durch eigene Verköstigungen bestätigen, sie sind mir nur aus der Literatur bekannt.
Vielleicht hat ja einer bzw. eine von euch schon mal solche " Steinreizker " gegessen und kann darüber berichten.
Gruß
Harry
als vor einigen Jahren Lactarius salmonicolor hier im Saarland auftauchte war das schon eine Riesen - Überraschung. Die Art galt hierzulande bis dahin als verschollen bzw. ausgestorben. Wenn wunderts, macht der Symbiosepartner Abies alba ( Weißtanne ) noch nicht einmal 1% des saarländischen Baumbestandes aus. Zieht man von diesem Bestand noch jene Anteile ab die nicht auf dem geeigneten Untergrund stehen, war die Chance doch recht klein diese Art im Saarland wieder nachzuweisen.
Nun, er ist zur Zeit wieder da. Und wie - ich denke der Ausdruck von der Massenfruktifikation ist schon angebracht. Aber wie wird den nun so ein Lachsreizker zum Steinreizker? Zunächst einmal 2 Bilder von ganz normal entwickelten Fruchtkörpern:
Als Steinreizer werden solche Basidiocarpien bezeichnet die von parasitären Kernpilzen der Gattung Hypomyces befallen sind. Die Lamellen werden durch diese Parasiten total zurückgebildet. Die Hutunterseite erscheint krustig grau bzw. gelblich. Oft werden auch ganze Nester des Lachsreizkers befallen, die sich dann bisweilen stark deformiert zeigen. Zwei Bilder:
Das kuriose bei der Geschichte ist, dass die Lachsreizker mit diesem Befall als besonderer Leckerbissen heiß begehrt sind. Er soll den Wohlgeschmack des Reizkers noch steigern. Diese Behauptung kann ich leider nicht durch eigene Verköstigungen bestätigen, sie sind mir nur aus der Literatur bekannt.
Vielleicht hat ja einer bzw. eine von euch schon mal solche " Steinreizker " gegessen und kann darüber berichten.
Gruß
Harry