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In rauhen Mengen --> Lactarius quietus Eichen-Milchling
Verfasst: Do 26. Aug 2010, 18:16
von kurtjegle
Hallo zusammen
Dieser Pilz ist bei weitem der am meisten vorkommende Pilz im Stieleichenwald und an den benachbarten 3-4 mal pro Jahr gemähten Wegrändern.. Deshalb würde ich sehr gern wissen, was es ist. Mykorrhizapilz?
Durchschnittlicher Hutdurchmesser: 6 cm
Gruss
Kurt
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Do 26. Aug 2010, 21:00
von Tomate
Hallo,
diesmal bin ich mir doch recht sicher, dass es sich um den Eichenmilchling handelt, Lactarius quietus, ein Mykorrhizapilz, der streng an Eichen gebunden ist. Bei dem kürzlich vorgestellen Exemplar war die Ausstrocknung schon so weit fortgeschritten, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Hier sind die Farben aber noch gut erhalten: rotbraun, diffuse Zonierung auf dem Hut. Der Pilze riecht zudem stark nach Blattwanzen und schmeckt mild, was man auch überprüfen sollte.
Grüße
Thomas
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Fr 27. Aug 2010, 00:04
von Gerd †
Hallo Thomas,
Tomate hat geschrieben:Hallo,
diesmal bin ich mir doch recht sicher, dass es sich um den Eichenmilchling handelt, Lactarius quietus, ein Mykorrhizapilz, der streng an Eichen gebunden ist. Bei dem kürzlich vorgestellen Exemplar war die Ausstrocknung schon so weit fortgeschritten, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Hier sind die Farben aber noch gut erhalten: rotbraun, diffuse Zonierung auf dem Hut. Der Pilze riecht zudem stark nach Blattwanzen und schmeckt mild, was man auch überprüfen sollte.
Ich bin mir da (hatte diese Art erst Gestern in größeren Mengen geshen) nicht ganz so sicher:
- Mir erscheint die Zonierung nicht ausgeprägt genug, ich vermisse die "konzentrischen dunkleren Flecken" (Grübchen) auf dem Hut, und hätte erwartet, dass die Milch rel. schnell gelblich verfärbt. Und übrigens (obwohl ich das nicht überbewerte) gefallen mir die Farben auch nicht so recht.
- OK, neben den von dir angeforderten Überprüfungen sollte m.E. unbedingt wenigstens noch überprüft werden, ob die "weiße" Milch anfangs reichlich fließt und dann rel. schnell (habe nie überprüft, ob nur in Verbindung mit dem Fleisch) deutlich gelblich verfärbt
Und nach der Beantwortung dieser Fragen können wir m.E. eine belastbarere Bestimmung
vornehmen und evtl. deine Vermutung bestätigen.
Grüße
Gerd
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Fr 27. Aug 2010, 13:21
von kurtjegle
Hallo Thomas und Gerd
Ich habe seit heute morgen 9H15 bis jetzt (abzügl. eine 3/4 Stunde Mittagessen) an diesem Thema gearbeitet. 32 Fotos gemacht, selektiert, skaliert und das unten folgende Foto vom Hut solange farblich bearbeitet, bis es dem Original entsprach. Nun zur Beantwortung eurer Fragen.
1. Geruch nach Blattwanzen: ich weiss nicht, wie Die riechen. Ich rieche beinahe nichts.
2. Geschmack: mehlig, leicht nach Sauerteigbrot, etwas bitterer Nachgeschmack
3. Grübchen: Sind das auf dem Foto die angesprochenen Grübchen oder Schneckenfrass?
3. Weisse Milch fliesst nicht reichlich, eigentlich gar nicht, von einigen Minitröpfchen abgesehen. Bisher keine Gelbfärbung beobachtet.
4. Die Farbe der Lamellen ist ein helles gelbbraun
5. Die Lamellen sind sehr elastisch, keineswegs brüchig
Kommt ihr damit weiter?
Gruss
Kurt
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Fr 27. Aug 2010, 21:10
von Tomate
Gib die Milch am besten auf ein weißes Blatt Papier oder ein weißes Stück Stoff. Die Menge der Milch würde ich nicht überbewerten, sie hängt stark vom Alter des Fruchkörpers ab und spielt in manchen Schlüsseln für quietus keine Rolle.
Die jetzt zu sehenden dunkleren Flecken sind die angesprochenen Grübchen. Gerüche richtig einzuordnen ist nicht einfach und braucht einige Erfahrung. Dieser Blattwanzengeruch ist sehr typisch, hat aber wohl kaum Parallelen, sodass ich jetzt nicht sagen kann, man könnte auch sagen, er riecht wie...
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Do 2. Sep 2010, 16:16
von kurtjegle
Ich kann noch 2 Fotos mit Milchtröpfchen liefern. Die Mengen sind so klein, dass da nichts geht mit platzieren auf Papier oder so. Sorry!
Gruss
Kurt
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: Do 2. Sep 2010, 16:25
von kurtjegle
Das ist lustig:
Ich kann, so oft ich will, versuchen, das 2. Foto einzustellen, es kommt immer ein Bild, das ich nicht aufgenommen habe. Ich habe überhaupt kein derartiges Messer.
Gruss
Kurt
Das Problem hat sich erledigt. Mein Sohn ist Webmaildesigner und auch sonst Computerfreak. Er hat mir genau erklärt, wie das in ganz besonderen Ausnahmefällen passieren kann. Ich verstehe jetzt allerdings soviel wie zuvor. nämlich nichts.
Re: In rauhen Mengen
Verfasst: So 5. Sep 2010, 21:36
von Tomate
Hallo,
auch wenn sich Geruch und Milchverfärbung nicht ermitteln ließen: auf den neuen Fotos kann man sehr gut L. quietus erkennen.
Grüße
hübchen