Hallo Rika,
UmUlmHerum hat geschrieben:
Wie schon vor ein paar Tagen versprochen, hier noch eine nette Missbildung, genau genommen mehrere Missbildungen am gleichen Fruchtkörper. Auch aus der Milchlingsecke, diesen kann ich immerhin benamsen: Lactarius lignyotus, der Mohrenkopf (was heutzutage sicher nicht mehr politisch korrekt ist

)
Für mich war es am letzten Sonntag ein Erstfund auf dem Hochsträß (= mein "Jagdgebiet"), ..
Herzlichen Dank für diese Bilder:
(1) Am meisten beindruckt mich der Standort deines Fundes:
---> Hochsträß, ein überwiegend sehr kalkhaltiges Gebiet, in dem man besonders viele "kalkfordernde" Pilzarten findet.
---> Dein Fund (ich bestätige deine Bestimmung!!!) ist allerdings bekannt als "Säurezeiger", der wohl in diesem Gebiet eine durch Nadelstreu übersäuerten Standort gefunden hat.
(2) Doch nun zu den Missbildungen:
(a) Einfach zu bewerten ist der kleine Hut mit nach oben zeigenden Lamellen auf dem Hutrand.
---> Es handelt sich hier um eine "Prolifikation" (exzessive Hymenophor-Bildung), bei der man mehre Typen unterscheiden kann. Hier kann man gut einen "stiellosen, auf dem Rücken liegende Hut erkennen, dessen Lamellen schräg/senkrecht nach oben zeigt. Und diese Bildungsabweichung kann man der Schublade "inverse Prolifikation" zuordnen.
(b) Mit dem oben geteilten Stiel habe ich ein Problem:
- Ist eigentlich typisch für "Fruchtkörperverwachsungen" (Pseudofasciation). Doch, da ich keine Furchen an den Verwachsungsstellen erkennen kann, halte ich das für unwahrscheinlich.
---> Ansonsten fällt mir nur noch dieses
Beispiel ein, bei dem der Stiel gespalten wurde.
Grüße
Gerd
PS.:
- Na klar würde mich am nächsten Stammtisch auch dieser Fruchztkiöprp0er interessieren.
- Eine Bitte an alle Fans des "Gruselforums": Bitte rettet und trocknet den Fund, nachdem ihr ihn hier vorgestellt habt.