Hallo Rätselfreunde,
damit es nicht zu einfach wird, zeige ich nur Detailaufnahmen in Graustufen.
Bild 1:
Bild 2:
Bild 3:
Bild 4:
Bild 5:
Bild 6:
Grüße
Gerd
Frühjahrsboten (ein kleines Rätsel)
Moderator: Harry
Frühjahrsboten (ein kleines Rätsel)
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.
Re: Frühjahrsboten (ein kleines Rätsel)
Hallo Gerd,
Danke für Rätsel,
Ich versuche mein Glück.
Bild 1. Morchella conica,
2. Morchella esculenta,
3.
4.Morchella gigas,
5.Verpa conica,
6.Verpa bohemica,
VG Zarko.
Danke für Rätsel,
Ich versuche mein Glück.
Bild 1. Morchella conica,
2. Morchella esculenta,
3.
4.Morchella gigas,
5.Verpa conica,
6.Verpa bohemica,
VG Zarko.
Re: Frühjahrsboten (ein kleines Rätsel)
Hallo Zarko,
wenn ich annehme (und das liegt nahe), dass du 3 auch als M. esculenta ansiehst, dann ist dein Bestimmungsergebnis perfekt und fehlerfrei.
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Sooo schwer war das Rätsel wohl nicht. Die gezeigten Arten werden schließlich auch in der Populärliteratur (z.B. „LAUX (2002): Der große Kosmos-Pilzführer“ oder „GERHARDT (2001): Der große BLV Pilzführer“ gezeigt und beschrieben.
Die Einengung auf Details habe ich bewusst vorgenommen, damit man sich voll auf die Hutstruktur konzentrieren muss und sich nicht durch Farben oder Hutform ablenken lässt.
Ich zeige jetzt noch die Originalbilder:
Bild 1: Spitzmorchel (Morchella elata = M. conica)
- Leicht zu erkennen den vertikalen Rippen, die deutlich hervorstehen, +-parallel verlaufen und oft wie mit dem Lineal gezogen wirken.
- Der gesamte Hut ist am Stiel angewachsen, der Hut muss keineswegs „spitz“ zulaufen.
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Bild 2: Speise-Morchel (Morchella esculenta)
- Im Gegensatz zur „Spitz-Morchel” sind die „Hutgruben“ deutlich unregelmäßiger, mehr „Bienenwaben“-ähnlich. Der gesamte Hut ist am Stiel angewachsen.
- Hutfarbe und -form zeigen eine erstaunliche Variationsbreite. Und deshalb wurden auch eine Reihe von Varietäten und Formen beschrieben.
---> Aber nachdem die "Lumper" es mühsam geschafft haben nur noch eine Art auf Artrang anzuerkennen, sind jetzt erneut die "Spitter" am Zug und haben gezeigt, dass es mehrere intersterile (nicht kreuzbare) Arten gibt, die sich derzeit allerdings weder makroskopisch, mikroskopisch noch ökologisch einwandfrei trennen lassen.
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Bild 3: Speise-Morchel (Morchella esculenta, var. umbrina)
Im Gegensatz zur in Bild 2 gezeigten var. vulgaris ist hier die Hutfarbe recht dunkel.
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Bild 4: Käppchen-Morchel, Halbfreie Morchel (Morchella gigas = Mitophora semilibera)
- Der Hut ist recht klein und „spitzkegelig“. Die Hutstruktur erinnert etwas an die Struktur der Spitzmorchel, doch die Gruben sind weniger tief und die Vertikal-Rippen verlaufen nicht so parallel.
- Nur die obere Huthälfte ist am Stiel angewachsen.
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Bild 5: Fingerhut-Verpel (Verpa conica)
- Eine leicht erkennbare Art, bei der der Hut nur an der Stielspitze angewachsen ist und die Hutstruktur nur schwach runzelig ist. Wenn man zusätzlich auf die Hutform (glocken- bis fingerhutförmig) achtet, dann sollte m.E. eine Bestimmung im Feld ohne Irritation möglich sein.
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Bild 6: Böhmische Verpel, Runzel-Verpel (Verpa bohemica = Ptychoverpa bohemica)
- Obwohl auch bei dieser Art der Hut an der Stielspitze angewachsen ist, kann man diese Art m.E. im Feld recht gut aufgrund des ziemlich stark gerunzelten Hutes von der Fingerhut-Verpel unterscheiden.
Grüße
Gerd
PS.:
- Die Bilder stammen von meinem Pilzfreund GEORG OTTMANN, dessen Dias ich aus seinem Nachlass erworben habe.
- Die gezeigten Arten findet man regelmäßig auf unserer Mai-Wanderung im "Silberwald"/Neu-Ulm, wobei sich "V. bohemica" seit wenigen Jahren von ihrer "bombensicheren Fundstelle" verabschiedet hat.
resavac71 hat geschrieben: Ich versuche mein Glück.
Bild 1. Morchella conica,
2. Morchella esculenta,
3.
4.Morchella gigas,
5.Verpa conica,
6.Verpa bohemica,
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Sooo schwer war das Rätsel wohl nicht. Die gezeigten Arten werden schließlich auch in der Populärliteratur (z.B. „LAUX (2002): Der große Kosmos-Pilzführer“ oder „GERHARDT (2001): Der große BLV Pilzführer“ gezeigt und beschrieben.
Die Einengung auf Details habe ich bewusst vorgenommen, damit man sich voll auf die Hutstruktur konzentrieren muss und sich nicht durch Farben oder Hutform ablenken lässt.
Ich zeige jetzt noch die Originalbilder:
Bild 1: Spitzmorchel (Morchella elata = M. conica)
- Leicht zu erkennen den vertikalen Rippen, die deutlich hervorstehen, +-parallel verlaufen und oft wie mit dem Lineal gezogen wirken.
- Der gesamte Hut ist am Stiel angewachsen, der Hut muss keineswegs „spitz“ zulaufen.
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Bild 2: Speise-Morchel (Morchella esculenta)
- Im Gegensatz zur „Spitz-Morchel” sind die „Hutgruben“ deutlich unregelmäßiger, mehr „Bienenwaben“-ähnlich. Der gesamte Hut ist am Stiel angewachsen.
- Hutfarbe und -form zeigen eine erstaunliche Variationsbreite. Und deshalb wurden auch eine Reihe von Varietäten und Formen beschrieben.
---> Aber nachdem die "Lumper" es mühsam geschafft haben nur noch eine Art auf Artrang anzuerkennen, sind jetzt erneut die "Spitter" am Zug und haben gezeigt, dass es mehrere intersterile (nicht kreuzbare) Arten gibt, die sich derzeit allerdings weder makroskopisch, mikroskopisch noch ökologisch einwandfrei trennen lassen.
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Bild 3: Speise-Morchel (Morchella esculenta, var. umbrina)
Im Gegensatz zur in Bild 2 gezeigten var. vulgaris ist hier die Hutfarbe recht dunkel.
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Bild 4: Käppchen-Morchel, Halbfreie Morchel (Morchella gigas = Mitophora semilibera)
- Der Hut ist recht klein und „spitzkegelig“. Die Hutstruktur erinnert etwas an die Struktur der Spitzmorchel, doch die Gruben sind weniger tief und die Vertikal-Rippen verlaufen nicht so parallel.
- Nur die obere Huthälfte ist am Stiel angewachsen.
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Bild 5: Fingerhut-Verpel (Verpa conica)
- Eine leicht erkennbare Art, bei der der Hut nur an der Stielspitze angewachsen ist und die Hutstruktur nur schwach runzelig ist. Wenn man zusätzlich auf die Hutform (glocken- bis fingerhutförmig) achtet, dann sollte m.E. eine Bestimmung im Feld ohne Irritation möglich sein.
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Bild 6: Böhmische Verpel, Runzel-Verpel (Verpa bohemica = Ptychoverpa bohemica)
- Obwohl auch bei dieser Art der Hut an der Stielspitze angewachsen ist, kann man diese Art m.E. im Feld recht gut aufgrund des ziemlich stark gerunzelten Hutes von der Fingerhut-Verpel unterscheiden.
Grüße
Gerd
PS.:
- Die Bilder stammen von meinem Pilzfreund GEORG OTTMANN, dessen Dias ich aus seinem Nachlass erworben habe.
- Die gezeigten Arten findet man regelmäßig auf unserer Mai-Wanderung im "Silberwald"/Neu-Ulm, wobei sich "V. bohemica" seit wenigen Jahren von ihrer "bombensicheren Fundstelle" verabschiedet hat.
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.