Hallo zusammen
Vergleicht mal mit der Ganoderma, die Gerd als G. resinaceum bestimmt hat. Wer traut sich, einen Tipp abzugeben nur aufgrund des folgenden Fotos von gestern? Ein Passant sieht den Pilz ja auf den ersten Blick auch so. Später mehr.
Gruss
Kurt
Ganoderma? Oder eine Falle?
Moderator: Harry
Ganoderma? Oder eine Falle?
- Dateianhänge
-
- P1000587Ausschnitt.jpg (134.19 KiB) 2282 mal betrachtet
EXIF-Daten anzeigen / verbergenOriginalwert Bild aufgenommen am/um:2008:09:17 10:54:03Bild aufgenommen am/um:Mi 17. Sep 2008, 08:54Brennweite:4.8 mmBelichtungszeit:1/25 SekBlendenwert:f/2.8ISO:400Weißabgleich:AutomatischBlitz:Blitz nicht ausgelöst, Erzwungener BlitzmodusKamera-Hersteller:PanasonicKamera-Modell:DMC-FZ28Belichtungsmodus:BlendenvorwahlBelichtungskorrektur:0 EVBelichtungsmessung:Muster
Re: Ganoderma? Oder eine Falle?
Hallo Kurt,
- Du hast natürlich Recht, dass ein Passant (ohne Pilzkenntnisse) diesen Fruchtkörper so sieht.
---> Doch einfach durch Bildvergleich ohne zusätzliche Detailangaben kann man (sogar wenn man die Art kennt!) m.E. keine sichere Artbestimmung durchführen. Ich gehe sogar noch weiter und traue mir (obwohl mich derartige Holzpilze interessieren) nicht einmal eine "sichere" Gattungsbestimmung zu.
- Und in diesem Fall würde mich insbesondere (vergleiche die von mir als Begründung aufgeführten Merkmale von G. resinaceum) folgende Merkmale interessieren:
---> Trama-/Hutfleischfarbe; Porenfarbe im Schnittbild; Porenschichtfarbe; Porenform/Anzahl der Poren je mm; Sporenstaubfarbe; Beschaffenheit der Hutkruste (dünn/dick/harzhaltig etc); Substrat (scheint Birke zu sein); Größe des Fruchtkörpers; Fundort inkl. Höhenlage; etc. etc.
Grüße
Gerd
- Tja, ich warte da, bevor ich mich aus dem Fenster lehne, auf "Später mehr".kurtjegle hat geschrieben: Vergleicht mal mit der Ganoderma, die Gerd als G. resinaceum bestimmt hat. Wer traut sich, einen Tipp abzugeben nur aufgrund des folgenden Fotos von gestern? Ein Passant sieht den Pilz ja auf den ersten Blick auch so. Später mehr.
- Du hast natürlich Recht, dass ein Passant (ohne Pilzkenntnisse) diesen Fruchtkörper so sieht.
---> Doch einfach durch Bildvergleich ohne zusätzliche Detailangaben kann man (sogar wenn man die Art kennt!) m.E. keine sichere Artbestimmung durchführen. Ich gehe sogar noch weiter und traue mir (obwohl mich derartige Holzpilze interessieren) nicht einmal eine "sichere" Gattungsbestimmung zu.
- Und in diesem Fall würde mich insbesondere (vergleiche die von mir als Begründung aufgeführten Merkmale von G. resinaceum) folgende Merkmale interessieren:
---> Trama-/Hutfleischfarbe; Porenfarbe im Schnittbild; Porenschichtfarbe; Porenform/Anzahl der Poren je mm; Sporenstaubfarbe; Beschaffenheit der Hutkruste (dünn/dick/harzhaltig etc); Substrat (scheint Birke zu sein); Größe des Fruchtkörpers; Fundort inkl. Höhenlage; etc. etc.
Grüße
Gerd
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.
Re: Ganoderma? Oder eine Falle?
Hallo Gerd
Ich habe inzwischen mitbekommen, wieviele Merkmale man verifizieren muss, um einen Pilz sicher bestimmen zu können. Viele sind nur durch Zerstörung des Pilzes zu bekommen. Da habe ich eine hohe Hemmschwelle. Falls viele Exemplare vorhanden sind, ja. Bei nur wenigen oder einer schönen Gruppe widerstrebt mir das. Ich werde also nie ein passabler Pilzkenner werden. Man kann nicht alles haben.
Was diesen Thread betrifft, habe ich schon befürchtet, dass ihr euch nicht auf Raten oder Vermuten einlasst. Vielleicht kann ich doch den einen oder anderen dazu animieren. Birke ist richtig.
Hier ein weiteres Merkmal: Der Hut ist nur 6 cm breit.
Gruss
Kurt
Ich habe inzwischen mitbekommen, wieviele Merkmale man verifizieren muss, um einen Pilz sicher bestimmen zu können. Viele sind nur durch Zerstörung des Pilzes zu bekommen. Da habe ich eine hohe Hemmschwelle. Falls viele Exemplare vorhanden sind, ja. Bei nur wenigen oder einer schönen Gruppe widerstrebt mir das. Ich werde also nie ein passabler Pilzkenner werden. Man kann nicht alles haben.
Was diesen Thread betrifft, habe ich schon befürchtet, dass ihr euch nicht auf Raten oder Vermuten einlasst. Vielleicht kann ich doch den einen oder anderen dazu animieren. Birke ist richtig.
Hier ein weiteres Merkmal: Der Hut ist nur 6 cm breit.
Gruss
Kurt
Re: Ganoderma? Oder eine Falle?
Hallo Kurt,
(1) Falsch: Du musst den Fruchtkörper nicht zerstören, da man viele der interessanten Merkmale (schau dir die Hutunterseite an) auch ohne Zerstörung des Fruchtkörpers beurteilen kann.
(2) Und auch ein "Abschneiden" eines Teils des Huts (nochmals danke, dass du das bei G. resinaceum getan hast) hat m.E. absolut nichts mit einer Zerstörung des Fruchtkörpers zu tun.
(3) Und sogar, wenn du einen Fruchtkörper vollständig entfernen würdest, schädigst du den vegetativen Anteil (das Myzel) des Pilzes nicht.
---> Betrachte es einfach so, als wenn du einen "Apfel" von einem "Apfelbaum" entnimmst.
- Frage: Hast du da auch eine "Hemmschwelle"???
Grüße
Gerd
PS.:
- Da bin ich doch echt gespannt, ob du mit "Vielleicht kann ich doch den einen oder anderen dazu animieren" pfündig wirst?
---> Mich würde das freuen: Denn dies könnte eine durchaus sehr kontroverse/konstruktive Diskussion (die liebe ich) auslösen.
- Ach ja, da habe ich noch wenige Fragen vergessen. Ich gehe davon aus, dass du einen Fruchtkörper an einem am Boden liegenden "Birkenstamm" zeigst:
(1) Wächst der Fruchtkörper in der Nähe der Stammbasis oder höher am Stamm?
(2) Wie sieht die Schnittfläche des Stamms (Braunfäule, Weißfäule) aus?
- Deine Hemmschwelle mußt du einfach überwinden, wenn du es genauer wissen möchtest:kurtjegle hat geschrieben: Ich habe inzwischen mitbekommen, wieviele Merkmale man verifizieren muss, um einen Pilz sicher bestimmen zu können. Viele sind nur durch Zerstörung des Pilzes zu bekommen. Da habe ich eine hohe Hemmschwelle. Falls viele Exemplare vorhanden sind, ja. Bei nur wenigen oder einer schönen Gruppe widerstrebt mir das. Ich werde also nie ein passabler Pilzkenner werden. Man kann nicht alles haben.
Was diesen Thread betrifft, habe ich schon befürchtet, dass ihr euch nicht auf Raten oder Vermuten einlasst. Vielleicht kann ich doch den einen oder anderen dazu animieren. Birke ist richtig.
Hier ein weiteres Merkmal: Der Hut ist nur 6 cm breit.
(1) Falsch: Du musst den Fruchtkörper nicht zerstören, da man viele der interessanten Merkmale (schau dir die Hutunterseite an) auch ohne Zerstörung des Fruchtkörpers beurteilen kann.
(2) Und auch ein "Abschneiden" eines Teils des Huts (nochmals danke, dass du das bei G. resinaceum getan hast) hat m.E. absolut nichts mit einer Zerstörung des Fruchtkörpers zu tun.
(3) Und sogar, wenn du einen Fruchtkörper vollständig entfernen würdest, schädigst du den vegetativen Anteil (das Myzel) des Pilzes nicht.
---> Betrachte es einfach so, als wenn du einen "Apfel" von einem "Apfelbaum" entnimmst.
- Frage: Hast du da auch eine "Hemmschwelle"???
Grüße
Gerd
PS.:
- Da bin ich doch echt gespannt, ob du mit "Vielleicht kann ich doch den einen oder anderen dazu animieren" pfündig wirst?
---> Mich würde das freuen: Denn dies könnte eine durchaus sehr kontroverse/konstruktive Diskussion (die liebe ich) auslösen.
- Ach ja, da habe ich noch wenige Fragen vergessen. Ich gehe davon aus, dass du einen Fruchtkörper an einem am Boden liegenden "Birkenstamm" zeigst:
(1) Wächst der Fruchtkörper in der Nähe der Stammbasis oder höher am Stamm?
(2) Wie sieht die Schnittfläche des Stamms (Braunfäule, Weißfäule) aus?
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.
Re: Ganoderma? Oder eine Falle?
Eine Zwischenfrage: Kann ich die harten Baumpilze (auf totem und lebendem Holz wachsend) aufbewahren, wenn ich sie abgelöst und so von der Nahrungszufuhr abgeschnitten habe? Geht das auch bei jungen Exemplaren? Oder wie kann ich sie konservieren? Falls die Antwort positiv ist, könnte ich mir eine kleine Sammlung aufbauen.
Gruss
Kurt
Gruss
Kurt
Re: Ganoderma? Oder eine Falle?
Hallo Kurt,
---> Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast in Zukunft Vergleichsmaterial "griffbereit".
Wichtig ist nur Folgendes:
(1) Den Fruchtkörper "ettikettieren" (Name, Fundort/-datum, Substrat etc.)
(2) Empfehlenswert ist auch eine 3-tätige Lagerung im "Gefrierschrank", damit der Fruchtkörper nicht anschließend zerfressen wird.
(3) Nicht einmal unbedingt eintüten muss man diese Fruchtkörper. Bei mir liegt offen im Regal eine ca. 20 Jahre alte "Zinnober-Tramete (Pycnoporus cinnabarinus)", die farblich (trotz Lichteinfluss) nur leicht ausgeblasst ist.
(4) Lagerung in einem nicht feuchten Raum ist angesagt. Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung ist empfehlenswert.
(5) Wenn es sich um einen resupinat (flächig) wachsende oder kleinere Pilzart handelt, soltest du auch ein Stück vom Substrat mit entfernen.
(6) Statt jedem Fruchtkörper das Ettikett beizulegen, würde ich dir empfehlen, jedem Fruchtkörper eine individuelle Nummer (z.B laufende Nummer/Fundjahr) zu verpassen unjd mit Stecknadel anzuheften. Und dann das Ettikett als "Karteikarte mit Bild/Bildern" in einem Ordner abzulegen. Denn dann kannst du bei Bedarf diesen Ordner durchblättern und dir gezielter den geeigneten Fruchtkörper für Vergleichszwecke anschauen.
Beste Grüße und viel Erfolg beim Anlegen des Herbars
Gerd
---> Ansonsten wurde das Thema Herbar bei ERIC ausgiebig diskutiert.
Grüße
Gerd
- Eine gute und leicht durchführbare Idee, sich ein Herbar deiner Funde anzulegen. Und die zähen/korkigen/holzigen Baumpilzarten eignen sich dafür besonders gut, da nach dem Trocknen Form und Farbe weitgehend erhalten bleiben.kurtjegle hat geschrieben:Eine Zwischenfrage: Kann ich die harten Baumpilze (auf totem und lebendem Holz wachsend) aufbewahren, wenn ich sie abgelöst und so von der Nahrungszufuhr abgeschnitten habe? Geht das auch bei jungen Exemplaren? Oder wie kann ich sie konservieren? Falls die Antwort positiv ist, könnte ich mir eine kleine Sammlung aufbauen.
---> Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast in Zukunft Vergleichsmaterial "griffbereit".
Wichtig ist nur Folgendes:
(1) Den Fruchtkörper "ettikettieren" (Name, Fundort/-datum, Substrat etc.)
(2) Empfehlenswert ist auch eine 3-tätige Lagerung im "Gefrierschrank", damit der Fruchtkörper nicht anschließend zerfressen wird.
(3) Nicht einmal unbedingt eintüten muss man diese Fruchtkörper. Bei mir liegt offen im Regal eine ca. 20 Jahre alte "Zinnober-Tramete (Pycnoporus cinnabarinus)", die farblich (trotz Lichteinfluss) nur leicht ausgeblasst ist.
(4) Lagerung in einem nicht feuchten Raum ist angesagt. Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung ist empfehlenswert.
(5) Wenn es sich um einen resupinat (flächig) wachsende oder kleinere Pilzart handelt, soltest du auch ein Stück vom Substrat mit entfernen.
(6) Statt jedem Fruchtkörper das Ettikett beizulegen, würde ich dir empfehlen, jedem Fruchtkörper eine individuelle Nummer (z.B laufende Nummer/Fundjahr) zu verpassen unjd mit Stecknadel anzuheften. Und dann das Ettikett als "Karteikarte mit Bild/Bildern" in einem Ordner abzulegen. Denn dann kannst du bei Bedarf diesen Ordner durchblättern und dir gezielter den geeigneten Fruchtkörper für Vergleichszwecke anschauen.
Beste Grüße und viel Erfolg beim Anlegen des Herbars
Gerd
---> Ansonsten wurde das Thema Herbar bei ERIC ausgiebig diskutiert.
Grüße
Gerd
- Ich mache nur Bestimmungsvorschläge und keine Essensfreigabe.