Hallo,
gefunden am 11.06.13 , Lichtentanne; Friedhof; MTB 5340,21; Höhe 350m NN; Grünfläche zwischen zwei Gräberfeldern, in der Nähe von Tilia sp.; Tuja sp.; Corylus sp. u.a.. Im Gelände stehen schwere Lehmböden an, die Frkp. standen gesellig im Gras.
Kurzbeschreibung:
Hut bis 80 mm, cremefarben, trichterförmig mit wellig, verbogenem Rand. Lamellen weit herablaufend, weiß. Stiellänge bis 40 mm, schlank, Farbe wie Hut, mit Basalfilz. Geruch nicht unangenehm (süßlich). Der in der Literatur erwähnte mittige Buckel war nur an einem sehr jungen Frkp. zu erkennen.
Ich meine aber trotzdem, daß es sich bei dem Fund um den Ockerbraunen Trichterling Clitocybe gibba (PERS.:FR.) KUMM. handelt.
VG Peter
Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
Moderator: Harry
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Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
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Re: Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
Hallo Peter,
ich denke da in Richtung Clitocybe costata den Kerbrandigen Trichterling. Die mehr oder weniger ausgebildeten Kerben sind auf deinem Foto an einem Exemplar gut erkennbar. Auch spricht das Fehlen des mittigen Buckels, der Hutdurchmesser von 80 mm und der Standort in offenem Gelände eher für den Kerbrandigen Trichterling.
Nur so ne Idee, zumindest sollte man C. costata ebenfalls in Erwägung ziehen.
Gruß
Harry
ich denke da in Richtung Clitocybe costata den Kerbrandigen Trichterling. Die mehr oder weniger ausgebildeten Kerben sind auf deinem Foto an einem Exemplar gut erkennbar. Auch spricht das Fehlen des mittigen Buckels, der Hutdurchmesser von 80 mm und der Standort in offenem Gelände eher für den Kerbrandigen Trichterling.
Nur so ne Idee, zumindest sollte man C. costata ebenfalls in Erwägung ziehen.
Gruß
Harry
Dass man immer noch lernen kann ist herrlich, und auch dass man andere dazu braucht.
Re: Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
Soweit ich erinnere (ohne jetzt nachzuschlagen): Bei Clitocybe gibba gehen die Lammellen ziemlich gleichfarbig in den Stiel über. Bei C. costata ist beim Übergang ein Farbunterschied erkennbar. Von daher mein Votum für C. costata.
Beste Grüße
Harald
Beste Grüße
Harald
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Holger
Re: Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
Hallo Peter,
ich schließe mich den beiden "Harrys" an. Auf dem vorletzten Bild sieht man die Kerben am Hutrand und auf den Bildern auch die Unterschiede zu gibba. Bei costata ist die Stielfarbe deutlich anders als die Lamellenfarbe, wie Zuehli richtig bemerkte. Weiteres Unterscheidungsmerkmal sind auch die Lamellen, die sind etwas dicklicher und dunkler als bei gibba( bei dem sind sie in der Regel weiß). Also mein Votum ganz klar für costata.
ich schließe mich den beiden "Harrys" an. Auf dem vorletzten Bild sieht man die Kerben am Hutrand und auf den Bildern auch die Unterschiede zu gibba. Bei costata ist die Stielfarbe deutlich anders als die Lamellenfarbe, wie Zuehli richtig bemerkte. Weiteres Unterscheidungsmerkmal sind auch die Lamellen, die sind etwas dicklicher und dunkler als bei gibba( bei dem sind sie in der Regel weiß). Also mein Votum ganz klar für costata.
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Re: Ockerbrauner Trichterling__Clitocybe gibba (?)
Hallo Harry, Harald und Holger
Zunächst einmal danke für das Feedback. Es gibt eine makrochem. Reaktion der Huthaut mit KOH, bei der Clitocybe costata deutlich „eingesenkt dunkel“ färbt (GRÖGER 2006) und C. gibba somit definitiv (?) ausschließt. Diese makrochem. Reaktion war bezüglich C. costata negativ. Da ich die Pilze bereits wieder in die Natur entsorgt hatte, mußte ich mich mit ein paar Lamellenfragmenten aus dem Behältnis zur Sporenanalyse begnügen. Leider war an Sporen kaum noch was zu finden und damit auch nichts meßbares. GRÖGER spricht bei der Sporenform von „tränenförmig“ bei C. costata – siehe Foto´s - , währenddessen C. gibba etwas langgezogenere Sporen hat. Das Mikromerkmal überzeugt mich letztendlich von C. costata, schön wäre natürlich jetzt noch der direkte Vergleich.
Ich werde heute noch ein paar Frkp. als Beleg sichern, denn Clitocybe costata ist in Sachsen selten (oder vielleicht nur übersehen ?) (HARDTKE, H.-J. und OTTO, P. 1998), (KREISEL, H. 1987) und wäre somit ein persönlicher Erstfund für mich.
QUELLENVERZEICHNIS
KREISEL, H. (1987): Pilzflora der Deutschen Demokratischen Republik
HARDTKE, H.-J. & OTTO, P. (1998): Kommentierte Artenliste des Freistaates Sachsen
GRÖGER, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil I
VG Peter
Zunächst einmal danke für das Feedback. Es gibt eine makrochem. Reaktion der Huthaut mit KOH, bei der Clitocybe costata deutlich „eingesenkt dunkel“ färbt (GRÖGER 2006) und C. gibba somit definitiv (?) ausschließt. Diese makrochem. Reaktion war bezüglich C. costata negativ. Da ich die Pilze bereits wieder in die Natur entsorgt hatte, mußte ich mich mit ein paar Lamellenfragmenten aus dem Behältnis zur Sporenanalyse begnügen. Leider war an Sporen kaum noch was zu finden und damit auch nichts meßbares. GRÖGER spricht bei der Sporenform von „tränenförmig“ bei C. costata – siehe Foto´s - , währenddessen C. gibba etwas langgezogenere Sporen hat. Das Mikromerkmal überzeugt mich letztendlich von C. costata, schön wäre natürlich jetzt noch der direkte Vergleich.
Ich werde heute noch ein paar Frkp. als Beleg sichern, denn Clitocybe costata ist in Sachsen selten (oder vielleicht nur übersehen ?) (HARDTKE, H.-J. und OTTO, P. 1998), (KREISEL, H. 1987) und wäre somit ein persönlicher Erstfund für mich.
QUELLENVERZEICHNIS
KREISEL, H. (1987): Pilzflora der Deutschen Demokratischen Republik
HARDTKE, H.-J. & OTTO, P. (1998): Kommentierte Artenliste des Freistaates Sachsen
GRÖGER, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil I
VG Peter
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Marie Freifrau von Ebner - Eschenbach (1830 - 1916)
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