Herzlich willkommen im Lexikon der Pilzfotopage.

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird ständig erweitert. Bitte habt etwas Geduld, es wird wohl seine Zeit brauchen bis ein einigermaßen brauchbares Nachschlagewerk entstanden ist. Es werden auch einige Begriffe mit interessanten Websites zum Thema verknüpft und eigene, lehrreiche Seiten aufgebaut.

Das Grundgerüst ist aber schon zu erkennen und ich hoffe natürlich das diese Seite rege genutzt wird.

zuletzt aktualisiert am 15.11.2014

 

A

Abundanz

Individuenzahl und Dichte der Arten auf 10.000 Quadratmeter ( 100 x 100 Meter ).

1. sehr selten = 1 Fruchtkörper im Areal
2. selten = bis 5 Fruchtkörper im Areal
3. zerstreut = bis 25 Fruchtkörper im Areal
4. verbreitet = bis 100 Fruchtkörper im Areal
5. häufig = über 100 Fruchtkörper im Areal

wird bei einigen Kartierungsprogrammen hinterfragt.

Agaricales

die Ordnung der Blätterpilze mit faserigem Fruchtfleisch. Die Agaricales beheimaten 11 Familien mit zahlreichen Gattungen.

allantoid

zylindrisch, bananenförmig gekrümmt.

alpine Stufe

bis 2500m ( --> 3000m ) aufsteigend. Hier finden sich nur noch wenige Zwergstrauch und Grasheidengebiete.

Amatoxine

schwere Zellgifte. Kommen in verschiedenen Amanitaarten ( Knollenblätterpilze ) vor.Es handelt sich bei diesem Komplex verschiedener Amanitinarten um sogenannte zyklische Peptide die in der Lage sind, das Ablesen der im Kern gespeicherten Erb-informationen zu blockieren.Wird diese lebenswichtige Information unterbunden versiegt auch binnen weniger Tage der Nachschub an Stoffwechsel aufrechterhaltenden Enzymen gänzlich. Am ehesten ist die sehr stoffwechselaktive Leber davon betroffen. Ohne schnelle medizinische Hilfe stirbt der Vergiftete im Leberkoma. Informationen zu amanitinhaltigen Giftpilzen, Syndromen sowie Hinweise für den Speisepilzsammler finden sie hier.

amorph

von unregelmässiger Gestalt. Verformt.

amyloid

nennt man die Zellwände von Sporen die sich mit jodhaltigen Reagenzien blau bis blau-grau verfärben. Diese Jodreaktion der Sporen ist sehr wichtig bei der mikroskopischen Bestimmung von Pilzen.

anaerob

keinen Sauerstoff brauchend.

Anasthomosen

nennt man in der Regel Querverbindungen zwischen den Lamellen. Aber auch bei Verbindungen zwischen Sporenornamenten, Leisten und Hyphen spricht man von Anastomosen.

angiocarp

verdecktfrüchtig, zum Beispiel bei den Bauchpilzen bei den die Sporen im innern ausgebildet werden

Antheridium

viele männliche Zellkerne enthaltende Geschlechtszelle bei Ascomyceten.

Anthrachinone

lösliche Pigmente in verschiedenen Cortinariusarten. Sie rufen insbesondere in der Sektion Dermocybe kräftig rote, gelbe, orange oder grün-gelbe Farben hervor. Einige Dermocybearten sind recht gute Färbepilze. Vor allem an gebeiztem Garn bleiben diese Anthrachinone dauerhaft und beständig haften.

anthropogen

Standorte die stark vom Menschen beeinflußt bzw. geschaffen wurden.

Aphyllophorales

die Ordnung der Nichtblätterpilze.

Apiculus

kleine " Schwänzchen " an der Basidie.Sie markieren die Stelle an der sich die Sporen von den Sterigmen gelöst haben.

apical

an der Spitze liegend.

Apicalring

ringförmige, als Verschluss dienende Stuktur an der Spitze des inoperculaten Sporenschlauches.

Apothecium

becher.- bis schüsselförmigen Fruchtkörper höherer Ascomyceten. Das Hymenium überzieht die Innenseite der Becher.

Appendix

kleiner Fortsatz der Basidiospore, mit der diese am Sterigma der Basidie angeheftet ist.

Appressorium

Haftorgan bei einigen parasitischen Pilze. Bietet dem Pasasiten Halt auf seinem Wirt.

Arthrosporen

ungeschlechtliche, durch Zerfall von Hyphen gebildete Konidien.

asexuell

ungeschlechtlich.

Ascogon

viele weibliche Zellkerne enthaltende Geschlechtszelle bei Ascomyceten. In ihr findet die Plasmogamie statt, wonach
sich dann die paarkernigen ascogenen Hyphen bilden.

Ascomyceten

Klasse der Schlauchpilze. Die Sporen reifen in einem Schlauch heran. Man unterscheidet zwischen operculaten und inoperculaten Asomyceten.

Ascus

schlauchartige sporenbeinhaltende Zellen der Ascomyceten. Die meisten Asci sind achtsporig. Seltener sind 2 -4 Sporen anzutreffen.In einigen Ascomycetengattungen sind auch bis zu Tausend Sporen pro Ascus möglich.

Autolyse

Selbstauflösung von Fruchtkörpern, beispielsweise bei der Gattung Coprinus.

Autorenzitat

hinter dem Pilznamen stehender Anhang. Zum Beispiel ( Pers.ex Fr.). Es dient zur Vermeidung von Verwechslungen mit Synonymen ( verschiedene Namen für den gleichen Pilz ) Für Name und Autorenzitat gilt der sogenannte Prioritätengrundsatz, das heisst der ältere Name und der erste Autor sind gültig.

autotroph

siehe heterotroph

Azidose

Vermehrung von Säure im Blut. Tritt oft nach dem Verzehr von Giftpilzen auf , die ein schweres gastrointestinales Sydrom auslösen. Hier ist in erster Linie der Riesenrötling zu nennen.

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B

Basidie

sporentragendes meist keulenförmiges Organ der Basidiomyceten. Die Sporen sitzen nicht direkt auf der Basidie auf, sonder an kleinen sehr dünnen Stielchen , den sogenannten Sterigmen. Die meisten Basidien sind viersporig. Seltener tragen sie auch zwei oder mehr als vier Sporen.

Basidiole

junge, noch nicht voll entwickelte Basidie. Sterigmen sind noch nicht vorhanden.

Basidiocarpien

Fruchtkörper der Basidiomyceten.

Basidiomyceten

Klasse der Ständerpilze. Sporen werden auf Basidien gebildet.

Basalknolle

knollig verdickte Stielbasis. Häufig anzutreffen bei den Knollenblätterpilzen und den Haarschleierlingen.

Basis

unteres Ende des Stieles. Sie kann ein sehr wichtiges makroskopisches Merkmal bei der Bestimmung von Frischpilzen sein. Bei den Knollenblätterpilzen ist die genaue Kenntnis der Stielbasen unerlässlich.

Bauchpilze

die Sporen werden im innern der Fruchtkörper ausgebildet.Wird angewendet bei Pilzen der Gattungen Bovista, Lycoperdon und Vascellum.

bereift

Hut oder Stieloberfläche mit weißlichem Belag. Erinnert an leichten Rauhreif im Winter. Sehr schön zu sehen bei jungen
Exemplaren von Russula parazurea

biapiculat

nennt man Sporen die beidseitig mehr oder weniger zugespitzt sind.

bilateral

Lamellentrama, deren Hyphen von der Mitte mehr oder weniger symmetrisch nach aussen gegen die Hymenialschichten angeordnet sind.

Bindehyphen

mehr oder weniger stark verzweigte, ungerichtete, dickwandige Hyphen, die nicht septiert sind und keine Schnallen enthalten.

biseriat

zweireihig angeordnete Sporen in den Asci

bitunicat

aus zwei Schichten bestehende Ascuswand.

boreal

Vorkommen von Pflanzen und Pilzen in nördlichen Gebieten

Braunfäule

durch Pilze ausgelöste Fäule, bei der sich die Zellulose zersetzt und eine braune Färbung annimmt. Oft zerfällt das Holz würfelförmig. Hier 2 Bilder - 1 2 Zu den gefürchtetsten Braunfäule erzeugenden Pilzen gehört der Zaunblättling. Er schreckt sogar vor verbautem Holz nicht zurück.

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C

Capillitium

dickwandige Hyphen der Gleba. Sie geben den Fruchtkörpern der Ordnung Lycoperdales ihren halt und verhindern das
verkleben reifer Sporen.

Catahymenium

ein sich ohne sichtbare Jahresgrenzen ständig vergrößerndes Hymenium. Als Beispiel sei hier der Eichenwirrling genannt.

Caulozystiden

Zystiden auf der Stieloberfläche

Chasmothecien

aufgrund neuerer molekularbiologischer Untersuchungen werden die Frucktkörperkügelchen der Echten Mehltaupilze heute
nicht mehr Perithezien sonden eben Chasmothecien genannt.

Cheilozystiden

Zystiden der Lamellenfläche

Chlamydosporen

ungeschlechtliche, dickwandige Sporen, die durch Abschnürung durch Hyphen entstehen.

Chrysozystiden

Zystiden deren Inhalt sich mit basischen Reagenzien wie z.b. Ammoniak oder Kalilauge, gelb bis gelb bräunlich einfärbt.

carbophil

Kohle bzw. brandstellenliebend

coprophil

Mist bewohnend.

Cortex

aus verdichteten Hyphen bestehende, dünne Rindenschicht an der Hutoberseite.

Cortina

spinnwebartiger Schleier zwischen Hutrand und Stiel. Zu beobachten bei den Haarschleierlingen und ihren Verwandten. Bleibt bei ältere Exemplaren als dunkelgefärbte ringähnliche Zone am Stiel zurück.

Cutis

glatte, meist dichtverwobene Hyphenschicht an der Hut oder Stieloberfläche. wichtiges mikroskopisches Merkmal zur Pilzbestimmung.

cyanophil

sich in Baumwollblau blau bis blauviolett verfärbende Zellwände. Kann gelegentlich auch bei Sporen, Sporenornamenten oder an Hyphenwänden beobachtet werden.

cyphelloid

Cyphella ist eine Gattung bei den Basidiomyceten, deren Fruchtkörper becher oder röhrenförmig wachsen und eine glatte
Fruchtschicht aufweisen.

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D

daedaloid

labyrinthisch gewunden. Sehr schon beim Eichenwirrling zu sehen.

Dermatozystiden

Zystiden der Huthaut

dextrinoid

wenn sich Sporen mit einer Jodlösung ( z.B. Melzers Reagenz ) rötlich-braun verfärben, spicht man von einer dextrinoiden oder inamyloiden Reaktion.

DGFM

deutsche Gesellschaft für Mykologie. Dachorganisation vieler Vereine in Deutschland.

Diaphragma

als Diaphragma wird die pergamentartige Haut zwischen Gleba und Subgleba bei Bauchpilzen bezeichnet.

dichotom

gabelig verzweigt.

dimitisch

ein aus zweierlei Hyphen bestehendes Hyphensystem.

diploid

den zweifachen Chromosomensatz enthaltend. Die diploide Phase findet bei Pilzen nur in der Basidie bzw. im Ascus statt.

Discomyceten

scheiben.- bis becherförmige Schlauchpilze ( Ascomyceten )

Duplexstruktur

aus zwei unterschiedlichen Schichten aufgebaute Trama

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E

Echinocysten

kugelige oder ellipsoide, bestachelte Zellen.

effus

siehe resupinat.

effuso-reflex

bildet ein ansonsten resupinater Fruchtkörper von Rindenpilzen, Feuerschwämmen oder Porlingen leicht abstehende Hütchen bzw. treppchenartig hervorspingenden Hutkanten aus, spricht man von einem effuso-refexen Wachstum.

Ektoenzyme

Enzyme die von Zellen nach aussen ausgeschieden werden. Z.B zu finden in den Mycelien von Saprobionten.

Ektoparasit

ein parasitischer Organismus, der seinen Wirt an der Oberfläche befällt und auf im parasitiert.

Endoenzyme

Enzyme die im innern von Zellen entstehen und dort wirksam sind.

Endokonidie

ungeschlechtliche Spore, die sich im Innern einer Pilzzelle bildet

Endoperidie

wird die innere Schicht einer zweischichtigen Peridie genannt.

Entostroma

aus kleinen Zellen bestehendes steriles Gewebe, in dem bei einigen Ascomyceten die Perithecien angelegt werden.

Epicutis

bei mehreren Huthautschichten - oberste Huthautschicht

epigäisch

oberirdisch wachsend

Epiphragma

hautartiges Deckelchen junger Nestpilze - z.B. der Teuerlinge. Mit zunehmendem Alter reißt dieses Häutchen auf und
gibt die Sicht auf die Sporenpakete frei.

Epispor

äußere Schicht einer mehrschichtigen Sporenwand. Kann sich teilweise blasenförmig abheben

Episporsack

blasenförmige, sackartige Ausstülpungen bei Ganodermasporen

Epithelium

in Ketten angeordnete,gehäuft vorkommende, meist rundliche Zellen der Huthaut.

Epithezium

von den hervorstenden Paraphysen gebildete Schicht über dem Hymenium von Discomyceten.

Epitheton

Artname eines zweiteilgen wissenschaftlichen Namens. Zum Beispiel das muscaria hinter Amanita

Exoperidie

wird die äußere Schicht einer zweischichtigen Peridie genannt.

Exsikkat

getrockneter Pilzfruchtkörper. Mit allen wichtigen Funddaten versehen dient es zur späteren Nachbearbeitung des Fundes oder als wichtiger Fundbeleg.

Exsikkose

Austrocknung. Tritt bei Pilzvergiftungen mit schwerem gastrointestinalem Sydrom auf.

extrazellulär

ausserhalb der Zellen befindlich

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F

fertil

fruchtbar und in der Lage keimfähige Sporen auszubilden.

FeSo4

Eisensulfat! Wichtiges Reagenz zur makroskopischen Bestimmung von Pilzen.

Finalphase

Endstadium der Holzzersetzung

Formol

40%ige wässrige Formaldehydlösung. Wird als Reagenz zur makroskopischen Bestimmung von Pilzen eingesetzt, z.B. wo reagiert der Pilz mit welcher Farbreaktion.

Fungizide

gegen Pilze wirksame Gifte

Funiculum

faden mit dem die Sporenpakete der Teuerlinge an der Innenseite des " Bechers " befestigt sind. Diesem klebrigen Faden kommt später bei der Sporenausbringung eine besondere Bedeutung zu. Infos hierrüber findet ihr in meiner Galerie beim Tiegelteuerling.

Fruchtkörper

oberirischer, sichtbarer Teil des Pilzes. In einem Teil des Fruchtkörpers werden die Sporen zur Vermehrung des Pilzes produziert.

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G

gelatinös

gallertartig, glibbrig.

gelifiziert

gallertartig aufgeweichte Zellwände von Hyphen.Gut unter dem Mikroskop zu beobachten.

genattert

waagerechtes Aufreißen der äußeren Stielrinde bei Blätterpilzen. Beim Parasolpilz ist dies besonders schön zu beobachten. Die Natterung entsteht dadurch das die äußere Stielrinde die Streckung des Stieles nicht mitmacht. die braune Stielrinde reißt auf und gibt den Blick auf helle tieferliegende Schichten frei.

Geotropismus

bei Pilzen die ihre Hüte genau senkrecht ausrichten damit die Sporen ungehindert ausfallen können spricht man von
Geotropismus. Dieses Phänomen ist sehr gut bei einigen Porlinge zu beobachten. Dreht man das Substart auch nur geringfügig,
beginnt der Fruchtkörper direkt sich wieder genau senkrecht auszurichten.

Gleba

Fruchtschicht der Bauchpilze ( Bovista, Lycoperdon ). Anfänglich weiß, färbt sie sich mit zunehmendem Alter grünlich, verflüssigt sich und bildet später die Sporen aus.

Gloezystiden

Zystiden die einen meist anfärbbaren, ölartigen oder körnigen Inhalt besitzen

graminicol

bei Gräsern wachsend bzw. auf Gräsern wachsend

granuliert

gekörnte Zellinhalte. Bei der Pilzmikroskopie sichtbar

Guajak

Baum aus der Familie der Jochblattgewächse. Das in Alkohol gelöste Harz des Baumes wird als Guajaktinktur bei der Pilzbestimmung verwendet. Kann eine Blaufärbung am Frucktkörper hervor rufen.

Guttationstropfen

wässrige, tröpfchenförmige Ausscheidungen an Pilzfruchtkörpern. Vor allem an jungen, noch in der Wachstumsphase befindlichen Pilze an den Lamellen zu beobachten. Aber auch bei manchen Röhrlingen wie dem Körnchenröhrling gut zu sehen.

gymnocarp

Nacktfrüchtig- die Fruchtschicht wird offen angelegt. Z.B bei den Keulenpilzen, bei denen sie von Anfang an die frei
zugängliche Oberfläche bedeckt

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H

Habitus

Erscheinungsbild der Fruchtkörper

halluzinogen

nennt man Pilze die durch ihre Inhaltstoffe Sinnestäuschungen hervorrufen können. In erster Linie sind dies psilocibinhaltige Arten.

Haplontenwirt

Wirtspflanze, auf der sich das Einkern - Mycel von Rostpilzen entwickelt

haploid

den einfachen Chromosomensatz enthaltend

Hauptfruchtform

Fruchtkörper, der durch den Sexualakt entstandene Sporen enthält.

heliophil

helligkeitsliebend, liebt Licht

hemiangiocarp

halbverdecktfrüchtig. Das Hymenium wird in der Jugend durch eine spezielle Hülle geschützt und erst bei Reife freigegeben

heterogen

von unterschiedlicher Beschaffenheit.

heterotallisch

zur Fruchtkörperbildung müssen mehrere Hyphen aus Einzelsporen miteinander verschmelzen

heterotroph

die höheren Pflanzen sind in der Lage mit Hilfe des Chlorophylls, dem Sonnenlicht und aus anorganischen Stoffen ( Minerale, Kohlenstoff aus der Luft, anorganische Salze ) körpereigene, organische Stoffe aufzubauen. Diese selbstständige Art der Ernährung wird auch als autotrophe Ernährung bezeichnet.

Die Pilze sind aufgrund des ihnen fehlenden Cholorophylls nicht zur Photosynthese fähig. Sie sind genau wie Mensch und Tier auf vorgefertigte, bereits synthetisierte, organische Stoffe zu ihrer Ernährung angewiesen. Diese unselbstständige Ernährungsweise bezeichnet man als heterotrop.

Hilardepression

Eindellung der Sporenwand in der Nähe des Appendix bestimmter Pilzarten. Auch Hilarfleck genannt.

Holobasidie

Basidie, bestehend aus nur einer einzigen Zelle.

homothallisch

zur Fruchtkörperbildung ist eine Verschmelzung mehrer Hyphen nicht unbedingt erforderlich. Sie kann auch aus einem Mycel,
dass aus einer Einzelspore stammt, ausgelöst werden.

Huttrama

Hutfleisch. Fleisch das sich zwischen Huthaut und Lamellen befindet

hyalin

wird in der Regel bei farblosen Sporen angewandt.

hydnoid

Hymenophor aus mehr oder weniger langen, spitz zulaufenden Stacheln bestehend. Beispiel: Semmelstoppelpilz

hygrophan

Fruchtkörper die bei Trockenheit deutlich heller als im Feuchtzustand sind werden als hygrophan bezeichnet. Meist wird dieser Fachausdruck bei Pilzhüten gebraucht. Deutlich ist diese Hygrophanität beim Stockschwämmchen zu sehen. Schon sehr bald nach Beendigung von Regenfällen blassen die Hüte dieser Art von innen her aus.

hymeniform

aus mehr oder weniger keulenförmigen Zellen bestehend, dem Hymenium ähnlich aufgebaut.

Hymenium

Fruchtschicht in der Basidien und Sporen ausgebildet werden. Es besteht aus einer dünnen Schicht fruchtbarer Zellen, die vom Hymenophor getragen werden.

Hymenophor

Träger des Hymeniums.Dieses Hymenophor kann ganz unterschiedlich ausgebildet sein. Zum Beispiel: lamellenartig wie bei den Blätterpilzen röhrenförmig wie bei der Familie der Boletaceae ( Röhrenpilze ) oder leistenartig wie bei den Pifferlingsverwandten.

Hyphen

verzweigte Pilzfäden aus denen jeder Pilz aufgebaut ist. Liegt im Substrat eine ganze Ansammlung von Hyphen vor, spricht man von einem Mycel.

Hypothallus

fast häutige Unterlage bei Myxomyceten ( Schleimpilze )

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I

Immersionsöl

Spezialöl für die Lichtmikroskopie. Muß zwischen der 100x Objektivlinse und dem Deckglas aufgebracht werden.

imperfekt

unvollständig. Einige Ascomyceten bilden eine imperfektes Stadium aus, bei dem sich die Vermehrung durch asexuell gebildete Sporen stattfindet.

Indolessigsäuredervidate

bei der Mykorrhizabildung für den Nahrungsaustausch notwendige Stoffe.

Infractin

antibiotischer Stoff in Cortinarius infractus.

Initialphase

Frühstadium der Holzzersetzung

inkrustiert

Krustenbildung an den Hyphenwänden. Mikroskopisches Merkmal das zur Bestimmung von Pilzen wichtig sein kann.

inoperculat

Sporenschläuche bei Ascomyceten die ihre Sporen durch eine scheitelständige Öffnung ins Freie entlassen, werden als inoperculat bezeichnet. Operculate Ascomyceten entlassen ihre Sporen durch öffnen eines am Ascusende liegenden Deckelchens.

interzellulär

zwischen den Hyphen oder Zellen liegend

intrazellulär

in den Hyphen oder Zellen liegend

invers

Lamellentrama, deren Hyphen von aussen gegen die Mitte neigen

irpicoid

mehr oder weniger breite bzw. flache Auswüchse des Hymenophors

irregulär

Lamellentrama, deren Hyphenkeiner bestimmten Richtung folgen, also wirr durcheinader wachsen.

Ixocutis

verschleimte Hutoberfläche. Oft zu beobachten bei der Gattung Suillus.

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K

Kaulozystiden

Zystiden der Stieloberfläche

Keimporus

in der Größe variabele Öffnung der Sporen einiger Pilzgattungen.hier tritt bei der Keimung der Spore die erste Hyphe aus. Stets gegenüber des Apiculus.

Kollar

ringförmige, halsbandähnliche Ausstülpung des Hutfleisches um den Stielansatz. Lamellen sitzen an ihm an und erreichen nicht den Stiel.

kolline Stufe

Hügelland, bis 200m ( -->300m ) aufsteigend. Hier finden sich vorzugsweise Eichen-Hainbuchenwälder.

Kongorot

Ammoniakhaltiges Mikroreagenz. Wird zur Einfärbung mikroskopischer Präparate verwendet.

Konidien

Sporen ungeschlechtlicher Vermehrung. Entstehen durch Abschnürung an den Hyphenenden. Bei den Ascomyceten sind viele Arten bekannt die vor dem perfekten Stadium ein imperfektes Stadium, dem sogenannten Konidienstadium, ausbilden. In diesem Stadium kommt es auch zur zahlreichen Bildung der Konidiensporen. Der obere Teil der Fruchtkörper ist dadurch mit einer weißen, wie bemehlt aussehenden Schicht bedeckt. Gut zu sehen ist dies bei der langstieligen Ahorn-Holzkeule.

konkav

trichterartig nach innen eingebogen

konvex

rundlich aufgewölbt oder polsterförmig

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L

Lactarien

Milchlinge. Gehören in die Verwandschaft der Täublinge.

Lactiferen

milchsaftführende Hyphen der Lactarien. Sie durchziehen Pilzfleisch und/oder Lamellen.

Lamellen

Typ des Hymenophors. Sie werden auch oft als Blätter bezeichnet.

Lamelletten

wie Lamellen, jedoch stark verkürzt. Sie sitzen zwischen den normal ausgebildeten Lamellen.

Lamprozystiden

dickwandige, spindelförmige Zystiden mit Kristallschopf.

lateral

seitlich angeheftet

Leprocybin

mit den Anthrachinonen vewandter fluoreszierender Stoff in der Cortinariensektion Leprocybe.

lignicol

Holz bewohnend

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M

Marginalzellen

zystidenartige Gebilde an den Lamellenschneiden, die jedoch nicht so auffällig sind wie echte Zystiden.

Melzers Reagenz

Jodhaltige Reagenzie zur mikroskopischen Bestimmung von Pilzen.Sie wird häufig angewendet um die Amiloydität bzw. die Inamiloydität von Sporen festzustellen.

metachromatisch

sind Sporen oder Hyphen, die beim Anfärben mit gewissen Farbreagenzien eine andere Farbe annehmen als die eigentliche Farbe der Reagenzie.

Metuloide

apikal kristallbesetzte, aus dem Hymenium entspringende, dickwandige Zystiden.

meruloid

gewunden bzw. gefaltet. Beim Gallertfleischigen Fältling gut zu sehen.

monomitisch

Hyphensystem welches nur aus generativen Hyphen aufgebaut ist.

monotypisch

Gattung die nur eine einzige Art beherbergt

montane Stufe

mittleres bis oberes Bergland, bis 1400 m ( --> 1500 m ) aufsteigend. Anzutreffen sind hier Rotbuche, Weißtanne und
Fichte in wechselnder Dominaz.

Mucidin

aus Reinkulturen von Oudemansiella mucida ( Beringter Schleimrübling ) gewohnenes Antibiotikum.

muscicol

an Moosen wachsend

Mykologie

Pilzkunde

Mykorrhiza

Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Pflanze. Das Pilzgeflecht umschließt dabei die feinen Saugwurzeln der Pflanze und ein Nährstoffaustausch zu beider Nutzen findet statt. Interessantes zum Thema Mykorrhiza finden Sie hier.

Myxomyceten

Klasse der Schleimpilze. Keine Pilzgruppe verkörpert die Sonderstellung der Pilze mehr als die Myxomyceten.Oft werden sie mehr dem Tierreich als dem Reich der Pilze zugerechnet. In ihrem Jungstadium bilden diese Einzeller amoebiode Plasmodien aus , die in der Lage sind sich über das befallenen Stubstrat zu bewegen. Bei fortgeschrittenem Ater erstarrt dieses Plasmodium und es werden kleine Fruchtkörperchen gebildet in denen die Sporen heranreifen.

Myzel

die Gesamtheit der Hyphen. Meist unsichtbar als feines Gespinnst im Substrat verborgen. Hier zwei Bilder eines freigelegten Mycels. 1 2

Myzelstränge

Hyphenfäden die an der Stielbasis strangartig gebündelt sind. Gut zu beobachten am Breitblättrigen Holzrübling.

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N

Nebenfruchtform

ein Fruchtkörper der nur asexuell entstandene Sporen enthält. Wird auch als Konidienform bezeichnet.

nitrös

Geruch nach Stickstoffverbindungen wie z.B. Salpetersäure, Chlor etc.

nomen dubium

zweifelhafte, ungenauer daher verschieden interpretierbaren Name.

Nomenklatur

zweiteilige Namensgebung die vom schwedischen Naturforscher Linne ( 1707 bis 1778 ) eingeführt wurde. Wichtig in der Nomenklatur sind auch die Autorenzitate hinter den zweiteiligen Namen aller Lebewesen. Auf Nomenklaturkongressen werden die internationalen Nomenklaturregeln diskutiert und gegebenfalls neu festgelegt.

nomen nudum

wegen fehlender lateinischer Diagnose ungültiger wissenschaftlicher Name.

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O

Oleiferen

Hyphen mit ölhaligem, meist stark lichtbrechendem Inhalt.

operculat

Sporenschläuche bei Ascomyceten die sich durch öffnen eines kleinen Deckelchens, dem sogenannten Operculum, entleeren werden als operculat bezeichnet.

Optimalphase

intensivstes Stadium der Holzzersetzung.

omphaloid

von genabeltem Aussehen, einer Omphalina ähnlich.

Ornamentation

quasi die Verzierungen der Sporen bei verschiedenen Pilzgattungen.Die Ornamente können z.B. Warzen.- Stachel.- Leisten.- Flügelartig ausgebildet sein. Gut zu erkennen bei den Russulaceae.

Ostiolum

Mündungsöffnungen von Perithezien.

oxidase-negativ

Pilz besitzt keine Enzyme zum Abbau von Lignin. Hierbei handelt es sich in der Regel um Braunfäuleerzeuger

oxidase-positiv

Pilz besitz Enzyme die in der Lage sind Lignin abzubauen. Hierbei handelt es sich um Weißfäuleerzeuger.

Ozonium

braunes Hyphengeflecht einiger Pilzarten, das die Stielbasis und teilweise auch das Substrat umgibt. Sehr schön zu erkennen beim Haustintling. Bild eines freigelegten Ozoniums hier.

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P

Papille

kleiner, mehr oder weniger spitzer Buckel in der Hutmitte.

Paracapillitium

sehr dünnwandiges und farblosen Capilllitium welches bei Stäublingen neben dem normalen, dickwandigen und braunen
Capillitium vorkommt.

Paraphysen

sterile Zellen im Hymenium der Ascomyceten. Sie sind oft die Farbstoffträger und für die Färbung der Fruchtkörper verantwortlich.

Parasit

Pilze, Pflanzen und auch Tiere, die sich von lebenden Oganismen ernähren. Nicht selten werde die Wirte stark geschädigt oder ganz abgetötet. In der Forstwitschaft gehört der Hallimasch zu den gefürchtetsten Parasiten.

Peridie

ein oder mehrschichtige Haut bei den Gasteromyceten ( Bauchpilze ). Oft in Exoperidie und Endoperidie unterteilt

Peridiolen

rundliche bis linsenförmige Sporenpakete im inneren der Nidulariales - z.b. der Teuerlinge. Die Peridiolen sind mit einer
eigenen Hülle versehen.

Peristom

nennt man bei der Gattung Geastrum ( Erdsterne ) die Scheitelöffnung der Endoperidie

Perithezien

Fruchtkörpertyp einiger Ascomyceten. Meist zu mehreren in der Stroma eingebettet. Schneidet man z.B. ein Eckenscheibchen an, und betrachtet sich die Schnittstelle unter der Lupe, sind diese Perithezien deutlich zu sehen.

Physaliden

blasig aufgeblähte Hyphenenden

Pigment

gelöster oder auch körniger, organischer Farbstoff

pileat

hutförmig, hutbildend

Pilozystiden

Zystiden der Huthaut. oft auch Dermatozystiden genannt.

planare Stufe

Tiefland, für gewöhnlich unter 50m ü NN. In erster Linie sind hier die großen Tiefebenen im Norden Mitteleuropas
gemeint. Dominierende Waldbäume dieser Höhenstufe sind die Eiche und im kontinentalen Klima auch die Waldkiefer.

Plasmodium

schleimiges Jugendstadium bei den Schleimpilzen ( Myxomyceten )

Plasmogamie

Verschmelzung von Zellinhalten, unabhängig von der Kernverschmelzung.

Pleurozystiden

Zystiden zwischen Basidien und Lamellenfläche

polygonal

viele Ecken bildend, vieleckig.

polymorph

vielgestaltig bzw. verschiedengestaltig, veränderlich.

polyphyletisch

von verschiedenen Ausgangsformen abstammend, daher nicht miteinander verwandt

Poren

Röhrenmündungen bei Röhrlingen und Porlingen.

Primordien

knötchenartige Verdickungen am Pilzmycel. Aus ihnen enstehen bei geeigneter Witterung die Fruchtkörper der Pilze.

Pseudocanthophysen

zystidenähnliche, mit dornartigen Auswüchsen versehenen Gebilde im Hymenium einiger Stereum Arten

Pseudodiaphragma

filzige und bisweilen sehr dichte Schicht zwischen Gleba und Subgleba.

Pseudorhiza

wurzelartige Verlängerung des Stieles. Kann tief in der Erde stecken - z.b. bei der Gattung Xerula.

Pseudoperidiolen

Peridiolenähnliche, mehr oder weniger kugelige Elemente im innern von Pisolitus arhizus.

Pseudoringzone

Zone am Ring, die sich farblich deutlich vom restlichen Stiel unterscheidet. Meist befindet sie sich im oberen Stieldrittel.

Pseudosklerotium

sklerotienähnliche Mischung aus Mycel und Substrat

Pseudozystiden

Zystiden die ihren Ursprung nicht in Höhe des Subhymeniums haben, sondern tiefer im Pilzfleisch.

psychotrop

Pilze die auf die Psyche von Menschen einwirken und Bewußtseinstörungen, Rauschzustände und Hallizunationen hervorrufen
können, bezeichnet man als psychotrop.

Pyrenomyceten

kohlige, schwarz gefärbte Ascomyceten.

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R

regulär

mikroskopisches Merkmal der Lamellentrama. Fällt durch seine regelmässige Anordnung auf.

resupinat

Fruchtkörper sind bis zum Rand flach am Substrat angewachsen. Es sind nie irgendwo hütchenförmige Vorsprünge zu sehen. Oft bei Rindenpilzen und einigen Porlingen zu sehen.

Rezeptaculum

porös, schwammiger Fruchtkörperteil der Phallales ( Stinkmorchel, Hundsrute ). Der mittlere, meist helle Teil strecht sich meist binnen weniger Stunden zur vollen Größe aus.

Rhizoide

oft kräftige, wurzelartige Mycelstränge an der Stielbasis mancher Pilzarten. Schon zu sehen beim breitblättrigen Wurzelrübling. Zieht man ihn aus dem Substrat heraus ist er oft mit sehr lange Rhizoiden behangen.

Rhizomorphen

oft dunkel gefärbte, kräftige Myzelstränge.Beim Hallimasch gut zu beobachten. Bild hier

rudimentär

nur in der Anlage vorhanden - noch nicht voll ausgebildet.

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S

Saprophyt

Pilz der sich von totem, organischen Material ernährt. Auch Saprobiont genannt.

Schnallen

Ausstülpungen an den Hyphensepten vieler Basidiomyceten

semipilat

hutförmig und am Substrat herablaufend

sensu lato

im weiteren Sinne

sensu restricto

im engeren Sinne

sensu, ss.

im Sinne von

Septen

Querwände in Hyphen oder Sporen

Septozystiden

septierte Zystiden

Setae, Seten

braune, dickwandige, spitz zulaufende oder zum Teil sternförmige Elemente im Hymenium, der Trama, am Mycel oder auf der Hutoberfläche. Meist nicht, seltener auch sehr wenig inkrustiert.

siderophil

eisenliebend. Eine siderophile Granulation ist eine mikrochemische Reaktion in den Basidien. Sie ist nach besonderer
Behandlung mit Chemikalien als dunkler gefärbte, purpurfarbene Körnelung unterm Mikroskop sichtbar.

Skeletthyphen

meist sehr lange, durchlaufende, unverzweigte bis wenig verzweigte, dickwandige Hyphen ohne Septen und Schnallen.

Sklerotium

knollige, rundliche oder längliche meist dunkel gefärbte Gebilde aus stark ineinander verwobenen Hyphen.Wird auch als Dauermycel bezeichnet, und dient manchen Pilzarten zum überdauern ungünstiger Witterungsbedingungen. Das Mutterkorn bildet an Gedreideähren oft zahlreiche Sklerotien aus.

Soziabilität

Häufigkeit an einer Fundstelle. Diese kann sein:

1. einzeln wachsend
2. +/- büschelig wachsend
3. in Gruppen zusammenstehend, gesellig
4. in Reihen oder Hexenringen wachsend
5. rasig wachsend, Teppichbildung

Wird bei einigen Kartierungsprogrammen hinterfragt .

Species

taxonomische Einheit unterhalb der Gattung. Gemeint ist damit die Pilzart.

Sphaerozysten

rundlich, aufgeblassene Zellen. Bei Milchlingen und Täublingen besteht das Fleisch überwiegend aus diesen Zellen. Sie
können aber auch in der Volva einiger Wulstlinge vermehrt auftreten. Inbesondere bei einigen Scheidenstreiflingen bleiben
dann grobschollige Velumreste auf der Huthaut zurück.

Sporenabwurfpräparat

um die Sporenfarbe zu bestimmen wird der Hut des Pilzes vom Stiel abgetrennt und mit dem Hymenophor auf ein weisses Blatt Papier aufgelegt. Das Ganze wird mit einem passenden Gefäß ( Glas, Schüssel usw. ) abgedeckt. Nach mehreren Stunden hat sich unter dem Hut eine ausreichend dicke Sporenschicht abgesetzt um die Farbe der Sporen zu bestimmen.

Sterigmen

Bindeglied zwischen Sporen und Basidie. An diesen stielartigen Gebilden sitzen die Sporen an.

stereoid

stereumartiges Erscheinungsbild

Strobilurine

Fungizide, die aus den bekannten Kiefernzapfenrüblingen gewonnen werden. Sie werden hauptsächlich gegen Mehltau und Schorf im Obst.- Gemüse.- und Weinbau eingesetzt.Mit den Strobilurinen schützen sich auch die Kiefernzapfenrüblinge vor Pilzbefall.

Stroma

flächiges Hyphengewebe, auf dem sich die Fruchtkörper einiger Basidiomyceten entwickeln.

subalpine Stufe

Vegetationsstufe die bis ca. 1900 m ( --> 2200 m ) aufsteigend. Liegt über der Waldgrenze und erstreckt sich bis zur Baumgrenze. Hauptsächlich mit Bergkiefern und Grünerlengebüschen bestandene Gebiete.

Subgenus

Untergruppe zwischen Gattung und Art, auch Untergattung genannt

Subhymenium

dünne, kleinzellige Schicht direkt unter dem Hymenium

Subikulum

spinnwebartiger bis filziger Mycelfilz am Grunde von Ascomyceten

Subkutis

Geflecht aus Pilzfäden ( Hyphen ) das zwischen der obersten Hutdeckschicht und dem Hutfleisch liegt.

Subgleba

unterer, steriler Stielteil der Stäublinge.Die watteartige Schicht hebt sich deutlich von der sporenbildenden Gleba ab.

submontane Stufe

unteres Bergland, im nördlichen Mitteleuropa bis 400 ( --> 500 m ) aufsteigend. Im südlichen Mitteleuropa bis 600 m
( --> 700 m ) und in den Alpen bis 800 m gehend. Vorherrschende Baumart dieser Höhenstufen ist die Rotbuche.

subregulär

die Hyphen der Lamellentrama laufen im Querschnitt nicht ganz parallel, sondern schwach verflochten.

Subsektion

taxonomische Gruppe unterhalb einer Sektion, das heißt zwischen Gattung und Art. Wird auch Untersektion genannt.

Subspecies

systematische Gruppe unterhalb der Art. Auch Unterart genannt. Morphologisch unterscheidet sie sich nur unwesentlich
von der Art.

Substrat

Nährboden der Pilze z.B. Totholz, Erde, Laub.- und Nadelstreu, Dung usw. Durch die Zersetzung der organischen Bestandteile gewinnen die saprophytischen Pilze ihre Nährstoffe.

Sukzession

zeitliche Reihenfolge der auf totem Holz oder anderen Substraten erscheinenden Pilze

Sulfo - Formol

chemisches Reagenz. Wird gerne zur besseren Darstellung saftführender Hyphen verwendet.

Sulfo -Vanillin

Reagenz aus Schwefelsäure und Vanillinkristallen. Wird in der Pilzmikroskopie hauptsächlich zum Einfärben von mikroskopischen Merkmalen wie Zystiden und Lactiferen bei den Russulaceae ( Täublingsartige ) eingesetzt.

Symbiose

Lebensgemeinschaft artungleicher Individuen zu gegenseitigem Nutzen. Diese Symbiosen sind oft so eng, das der Verlust eines Partners auch den Tod des verbleibenden Partners nach sich zieht. Siehe auch bei Mykorrhiza.

Synonym

aus nomenklatorischen Gründen nicht annehmbarer aber gleichbedeutender wissenschaftlicher Name

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T

Taxon

genau umschriebene biologische Einheit in unterschiedlicher Ranghöhe wie Familie, Gattung, Art

Taxonomie

Klassifizierung

Teleutolager

überwinterndes Sporenlager bei Rostpilzen

Teleutospore

dickwandige Wintersporen bei Rostpilzen

terrestrisch

erdbewohnend

thermophil

wärmeliebend

toxisch

giftig

Trama

das Fleisch der Pilze

Trichoderm

aufrecht stehende Hyphenenden in der Hutdeckschicht verschiedener Pilzarten.

trimitisch

aus drei Hypenarten bestehendes Trama ( generative, Skelett.- und Bindehyphen )

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V

Vakuole

flüssigkeitsgefüllte, blasenartige Hohlräume im Zellplasma

validiert

nach den Regeln der Nomenklatur gültig beschrieben.

Varietäten

Pilze die durch kleine aber konstante Merkmale von der Stammart abweichen.

Velum

eine Art Schutzhülle die bei sehr jungen Fruchtkörpern den gesamten Pilz, oder nur Teile davon ( Lamellen ) überzieht. Die den gesamten Pilz umschließende Hülle wird als Velum universale oder Gesamthülle bezeichnet. Das Velum partiale ( Teilhülle ) verdeckt meist bei sehr jungen Pilzen die Lamellen. Reste dieser Hüllen sind beim älteren Pilz noch in Form von Hutflocken, Stielringen oder als Volva an der Stielbasis zu sehen

Volva

Reste des Velum universale an der Stielbasis. Die Volva kann verschiedenartig ausgebildet sein, und ist bei den Knollenblätterpilzen ( Amanita ) ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

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W

Wabenfäule

besondere Form der Weißfäule. Das Holz wird in einer ganz auffälligen Art und Weise abgebaut. Es entstehen zunächst
mit Zellulose ausgestopfte später vollkommen hohle , wabenförmige Kammern.

Weissfäule

Fäule des Holzes, wobei das dunkle Lignin zersetzt wird. Die Hölzer nehmen die weisse Farbe der Zellulose an.

Weisssporer

Pilze deren Sporen weiss gefärbt sind. Gut zu sehen in einem Sporenabwurfpräparat. Auch am Standort ist oftmals durch Aussporung reifer Fruchtkörper die Sporenstaubfarbe eines Pilzes zu erkennen.

Wirtelschnallen

Bügelschnallen die zu mehreren quirlständig an Hyhensepten angeordnet sind

Wundparasit

Pilze oder andere Organismen, die nur über Wunden ihre Wirte befallen können. Diese Wunden werden oft durch die Forstwirtschaft ( Einsatz riesiger Erntemaschinen ) selbst verursacht.

wurzelnd

Stiele die bis in den Boden hinein wurzelartig verlängert sind, werden als wurzelnd bezeichnet.

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X

xylophag

Holz zersetzend

Z

Zystiden

zwischen den Basidien sitzende, meist auffällig geformte sterile Zellen. Kommen auch in der Huthaut und auf der Stieloberfläche vor. Wichtige mikroskopische Bestimmungsmerkmale.

Zystidiolen

basidienähnliche, sterile Elemente im Hymenium. Oft schwieriger auszumachen als die Zystiden.

 

 

 

 

 

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